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Mit einem 1:5 unter den Strich

Die mangelnde Konstanz könnte Effretikon in dieser Saison noch zum Verhängnis werden. Nach dem überraschenden Sieg in Regensdorf und der passablen Vorstellung gegen den Leader in der 2.-Liga-Gruppe 1, FC Schaffhausen II, zeigte sich die Elf von Fabrizio D’Agostino in Bassersdorf wieder von seiner schlechteren Seite. Das 1:5 war derart unumstritten, dass der Trainer der Oberländer nach Spielschluss nichts anderes übrig blieb, als dem Gegner zu gratulieren: «Bassersdorf hat ein sehr hohes Tempo vorgelegt. Sie haben uns nie richtig ins Spiel kommen lassen.»

An diesem Abend war für D’Agostinos Team gegen die entfesselten Unterländer, die sich für drei Niederlagen in Serie rehabilitieren wollten, nichts zu holen. Eine einzige Chance hatte der Coach gesehen, die dem Spiel womöglich eine andere Wende hätte geben können. Beim Stand von 0:0 hatte Spielmacher Khalil Aouak nach 23 Minuten den Führungstreffer für Effretikon auf dem Fuss. Doch zum eigenen Entsetzen setzte er die Hereingabe von Christoph Panzer übers Tor. Wenige Minuten später war es um das davor schon arg unter Druck geratene Defensiv-Ensemble geschehen. Bassersdorfs Captain Marco Tanner verlängerte eine Flanke mit dem Kopf ins lange Toreck zum 1:0. Und Sekunden vor der Halbzeitpause wurden die Gäste während einer der seltenen Offensivaktionen eiskalt erwischt. Mit einem einzigen Pass war ihre Abwehr ausgehebelt und Marc Tinner schob den Ball alleine vor Torhüter Silvan Kamm mühelos zum 2:0 ein. Allerdings war der Stürmer aus einer abseitsverdächtigen Position gestartet.

Ein Rückpass zu viel

Gerade weil die erste Halbzeit so schlecht endete, wäre für die Oberländer ein guter Start in den zweiten Umgang wichtig gewesen. Doch diese Hoffnung wurde bereits nach sechs Minuten jäh zerstört. Kamm wollte nach einem Rückpass klären, doch sein Abschlag landete in den Füssen von Severino Zambelli, welcher den Goalie gekonnt zum 3:0 überlobte. Noch zwei weitere Male musste sich die Effretiker Abwehr ab dann geschlagen geben. Und das einzige Tor für die Gäste kam über Umwege zustande: Rafik Gaouaoua traf alleine vor Keeper Christoph Stähli nur die Latte, Panzer nützte die darauffolgende Orientierungslosigkeit der Bassersdorfer Abwehr doch noch zum zwischenzeitlichen 1:4.

«Wir waren am Anfang zu schläfrig, haben die Zweikämpfe nicht angenommen», analysierte Goalie und Captain Kamm. Dazu seien zu viele individuelle Fehler gekommen. So auch sein eigener, der zum 0:3 führte. «Der Trainer will, dass wir so spielen», sagte er zu den vielen Rückpässen, von denen ihm einer zum Verhängnis wurde. D’Agostino seinerseits verschwendete nicht allzu viele Gedanken an die Partie und blickte vorwärts: «Das war ein Schrittchen zurück, und jetzt machen wir wieder einen grossen Schritt vorwärts.» Gelegenheit dazu hat sein Team am kommenden Sonntag im Derby gegen Dübendorf. Ein weiteres Spiel in Unterstrass eine Woche später bleibt Effretikon noch, um nicht auf dem jetzigen Abstiegsplatz überwintern zu müssen. Effretikons Torhüter Silvan Kamm erlebte gegen Bassersdorf mit fünf Gegentoren einen ungemütlichen Abend. Foto: Christoph Kaminski

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