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Mit Lampenfieber den Vorbildern nacheifern

Gesungen, gerappt und einen Moonwalk auf die Bühne gelegt: Primarschüler aus Wangen-Brüttisellen liessen sich am MusicStar-Wettbewerb einiges einfallen.

Wangen-Brüttisellen. - Aufgeregt rutschen Anna-Lena und Lena auf der Sitzbank hin und her. Das Lampenfieber steht den beiden Mädchen ins Gesicht geschrieben. «Soll ich mir für meinen Auftritt eine Blume hinters Ohr stecken?», fragt Anna-Lena. «Lena, du musst nicht nervös sein», feuert die Siebenjährige ihre Freundin an, als diese tief Luft holt und mit etwas zittrigen Knien die Bühne erklimmt. Aus den Lautsprechern erklingen die ersten Töne von Göläs Ohrwurm «Schwan». Mit klarer Stimme singt Lena lautstark und in waschechtem Berndeutsch mit: «E Spange im Muul e Brüuä im Gsicht . . .» Alles auswendig, versteht sich.

Zehn Kinder zwischen sieben und elf Jahren eiferten am vergangenen Mittwochnachmittag ihren Idolen aus MusicStar und Popstars nach, als der Verein Freizyti in Wangen-Brüttisellen seinen eigenen kleinen MusicStar suchte. Kaum ist der letzte Ton verstummt, applaudiert das Publikum auf dem Abenteuerspielplatz begeistert. «Mein Herz hat ganz fest geklopft», gesteht die Achtjährige nach ihrem Auftritt, ihre braunen Augen strahlen: «Es hat mir grossen Spass gemacht,‹Schwan› ist so ein schönes Lied.»

Fleissig geübt oder improvisiert

Der Stolz steht den Primarschülern ins Gesicht geschrieben, als sie auf der Bühne stehen, wie die Grossen in ein richtiges Mikrofon singen und sich von der dreiköpfigen Jury wohlwollende Kritik abholen. Die Kinder lassen sich einiges einfallen, um die Jury und das Publikum von sich zu überzeugen. Ein Trio performt Katy Perrys Hit «I Kissed A Girl». Das Englisch birgt einige Tücken, der Charme der drei jungen Performer ist umso grösser. Die Fünftklässlerinnen Valeria und Alina geben eine Interpretation von «Rosalie» des Schweizer Rappers Bligg zum Besten - völlig synchron und mit einer selbst einstudierten Choreografie. Im Kapuzenpullover legen Leandro und Sandro eine rassige Hiphop-Performance aufs Parkett. Leandro gibt in Michael-Jackson-Manier gekonnt einen Moonwalk zum Besten. Von den Moderatoren Corinne Meier und Claudio Tamo darauf angesprochen, meint er bescheiden: «Ach, ich habe einfach improvisiert.»

Eine etwas andere Stilrichtung haben Jonas und Leon gewählt. Sie treten mit dem Keyboard und Akkordeon auf und heimsen mit «An den Ufern des Mexiko Rivers» lautstarken Applaus ein. «Wir haben viel geübt», verrät Nachwuchs-Akkordeonist Jonas nach der Darbietung.

Der letzte Auftritt des Nachmittags gehört Anna-Lena, der jüngsten Teilnehmerin. Sie singt «Nun liegst du hier im hohen Gras» - a cappella notabene. «Dieses Lied kommt aus Ägypten», ist sie überzeugt. Ihr Lieblingssänger sei aber Michael Jackson. «Er hat eine gute Stimme und konnte schon als Kind toll tanzen», sagt die Siebenjährige mit Kennermiene.

Eine goldene CD als Preis

Eines ist klar: Alle sind Gewinner. So erhält zum Schluss jeder eine Medaille in Form einer goldenen CD. Am meisten Stimmen aus dem Publikum bekommt Lena. Das Mädchen erhält als Preis eine CD mit einer Aufnahme ihres Auftrittes.

Spielplatzleiter Christian Westermann wertet den Anlass als Erfolg und kann sich gut vorstellen, dass die Freizyti auch im kommenden Jahr wieder einen MusicStar suchen wird. «Die Kinder erhalten die Gelegenheit, Bühnenluft zu schnuppern und zu zeigen, was sie können», sagt er. Ausserdem lernen sie, einander zuzuhören und der Leistung ihrer Kameraden mit Respekt zu begegnen.

Im Sitzen singt es sich besser: Anna-Lena stellte sich mit «Nun liegst du hier im hohen Gras» der Jury von der Freizyti in Wangen-Brüttisellen.

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