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Mit neuen Gesichtern

Heute Samstag ist Anpfiff zur NLA-Saison der Frauen. Titelverteidiger FC Zürich und die Grasshoppers zählen erneut zu den erstgenannten Meisterkandidaten.

Von David Schweizer Trainer Markus Kummer hat kein einfaches Amt angetreten. Dreimal in Folge wurden die Frauen des FC Zürich zuletzt Schweizer Meisterinnen. Doch der Nachfolger der zum Ligakonkurrenten Basel gewechselten Susanne Gubler sieht es positiv: «Die Spielerinnen wissen, wie es geht. Und wenn die eine oder andere satt von den Erfolgen wäre, haben wir Junge, die auf ihre Chance warten.» Der FCZ hat auf diese Saison hin mit Flavia Dalla Costa und Alicia Brandenberger erneut zwei talentierte Nachwuchskräfte aus dem U-18-Team nachgezogen. Daneben wechselte die Junioren-Nationalspielerin Cora Canetta von Rapid Lugano nach Zürich. Einen wesentlich weiteren Weg hat Lauren Mathis hinter sich. Die 19-Jährige kam von den Glenfield Rovers aus Neuseeland. Die Doppelbürgerin wuchs bis zum dritten Lebensjahr in Wädenswil auf, ehe sie mit ihrer Familie nach Neuseeland zog. Bei der kürzlich in Deutschland ausgetragenen U-20-WM gehörte Mathis – wie bereits vor zwei Jahren an der U-17-WM – zum Kader der Young Football Ferns. Sie sei eine sehr fitte und agile Flügelspielerin, sagt FCZ-Coach Kummer zum Neuzuzug. Brunner vor dem FCZ-Debüt Sozusagen neu dabei ist auch Lucienne Brunner. Zwar ist die 21-Jährige bereits seit einem Jahr beim FCZ. Doch wegen langwieriger Knieprobleme spielte die Hombrechtikerin keine einzige Meisterschaftsminute in der NLA. Jetzt hat die lange Leidenszeit ein Ende, und Brunner wird wohl heute Samstag im Heimspiel gegen Thun (Heerenschürli, 20 Uhr) zu ihrem Debüt kommen. Dem nicht genug, können die neuerdings in Zürich-Schwamendingen beheimateten FCZ-Frauen mit Manuela Zürcher auf eine weitere Rückkehrerin zählen. Die frühere Nationalspielerin aus Bülach pausierte zuletzt zweieinhalb Jahre. Das Team sei so stark wie in der Vorsaison, ist sich Trainer Kummer sicher. Zumal zwei der vier weggezogenen Spielerinnen (Bettina Baer und Vanessa Bernauer) wegen Verletzungen bereits im Frühling oft fehlten. Markus Kummer ist in der Region Zürich ein unbeschriebenes Blatt. Der 42-Jährige aus Zug ist seit zwei Jahren im Frauenfussball engagiert. Zunächst als Juniorinnen-Auswahltrainer im Innerschweizer Regionalverband. Seine erste Vereinstätigkeit beim A-Ligisten Kriens endete im letzten Herbst nach nur wenigen Monaten. «Zwischen Team und Staff hat es unterschiedliche Auffassungen über die sportlichen Ziele gegeben», fasst Kummer das Intermezzo bei Kriens diplomatisch zusammen. Erfolgreicher verlief die Rückrunde bei Fortuna Olten. Mit den Solothurnerinnen schaffte er im Juni den Aufstieg in die 1. Liga. Wesentlich höher als in Olten sind die Ansprüche beim FCZ. «In den letzten Jahren wurde vieles richtig gemacht», sagt Kummer. «Sonst wäre man nicht dreimal Meister geworden.» Im Vergleich zu seiner Vorgängerin will er die Equipe aber eine Spur offensiver spielen lassen. Wichtig ist ihm zudem die individuelle Weiterentwicklung der Spielerinnen. Manchmal müsse man auch einen möglichen Punktverlust in Kauf nehmen und eine Junge einsetzen. Pfyl zufrieden mit den Neuen Auf den ersten Titel seit der Namensumbenennung im Vorjahr warten die Grasshoppers. Noch als FFC United Schwerzenbach hatte sich der Lokalrivale 2008 den Schweizer Cup geholt. Der bisher einzige Meistertitel liegt hingegen bereits 11 Jahre zurück. In der Vorsaison hatte insbesondere in der Rückrunde die Konstanz gefehlt. Wie beim FC Zürich haben auch bei den Grasshoppers mit Topskorerin Isabelle Meyer (14 Tore) und Marina Keller zwei Leistungsträgerinnen ins Ausland gewechselt. Zudem wird Captain Daniela Schwarz wegen eines Kreuzbandrisses im Knie noch monatelang fehlen. Doch mit den Nationalspielerinnen Gaëlle Thalmann und Vanessa Pittet sowie der deutschen Innenverteidigerin Janine Partzsch konnten sich auch die Grasshoppers vielversprechend verstärken. «Ich bin sehr zufrieden mit den Neuen», sagt Thomas Pfyl. Der 45-jährige Trainer zählt neben seinem Team und dem FC Zürich Yverdon, Kriens sowie die Young Boys zum Kreis der möglichen Titelkandidaten. Mit YB wartet bereits heute Samstag der erste Prüfstein auf GC (Neufeld, 19 Uhr). Cora Canetta. Lauren Mathis. Markus Kummer. Manuela Zürcher.

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