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Mit Zebrastreifen und Trottoir Au aufwerten

An der «Kropfleerete» präsentierte der Stadtrat Wädenswil Neuerungen für die Seestrasse in der Au.

Von Arthur Schäppi Au &endash Der Ortsteil Au spielt in der künftigen Stadtentwicklung von Wädenswil eine wichtige Rolle. Dies sagte Stadtpräsident Philipp Kutter (CVP) am Donnerstag an der «Kropfleerete», dem Informationsabend des Quartiervereins Au im Gasthof Oberort. Über hundert Personen hörten dies. Besondere Brennpunkte für die Stadtentwicklung sind das Bahnhof- und das Alcatel-Areal. Nachdem die Stadt vor Jahresfrist das Restaurant Bahnhof bei der Station Au für die Schaffung eines Ortszentrums erworben habe, bestehe dort im Bereich der Seestrasse «dringender Handlungsbedarf», sagte Bauvorstand Heini Hauser (SVP). Mit der anstehenden Sanierung der Seestrasse soll der Kanton auch den Ortsteil Au aufwerten: eine Verschmälerung der Kantonsstrasse im Bahnhofbereich auf 6 Meter. Damit bliebe Platz für ein bergseitiges Trottoir und zwei Radstreifen, sagten Hauser und Kutter. Für Fussgänger könne zudem ein Zebrastreifen zum Bahnhof eingerichtet werden. Rotlichtmilieu verhindern Aus dem Publikum kam Kritik, man sehe beim Bahnhof Au von der «vollmundig angekündigten» Aufwertung kaum etwas. Man verfolge eine Politik der kleinen Schritte und strebe weder eine Grossüberbauung noch eine «italienische Piazza» an, sagte Kutter. Mit dem Kauf der Bahnhöfli-Liegenschaft habe man den Weiterbetrieb des Restaurants sicherstellen und günstigen Wohnraum für Studenten schaffen wollen. Darüber hinaus verfolge man strategische Ziele. Als Hauseigentümerin könne die Stadt unliebsamen Entwicklungen wie der Ansiedlung eines Rotlicht-Etablissements entgegenwirken. Öffentliche Interessen wahren will die Stadtregierung auch bei einer späteren Umnutzung des Alcatel-Areals. Im Gespräch mit den Eigentümern habe der Stadtrat signalisiert, dass er bereit sei, das Gelände teilweise für den Bau von Wohnungen freizugeben. Doch nur, wenn das öffentliche Interesse an einer Mischnutzung von Arbeitsplätzen und Läden oder Cafés berücksichtigt werden. Ein Streitpunkt zwischen Stadt und Kanton ist auch die künftige Nutzung von Landflächen im Steinacher und im Böcklerrain. Die Stadt möchte an den Reservezonen festhalten, um eine Siedlungsentwicklung nach innen zu ermöglichen. Der Kanton will die Grüngebiete vor Überbauungen schützen. In der «Kropfleerete» kamen Fragen zum Verkehr, zur Gestaltung von Bushaltestellen und zu den in der Au zu erwartenden Schülerzahlen zur Sprache. Geballten Ärger bekam der Stadtrat über die Verkehrssituation an der Alten Landstrasse zu spüren. Bei der Kläranlage werde wild parkiert, seit auf dem Rietliau-Areal das Parkieren gebührenpflichtig sei. Hauser sagte, dass die Situation «unhaltbar» geworden sei und man ein gefordertes Parkverbot prüfen werde. (asc)

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