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Mövenpick macht einer Bank Platz

Das bekannte Restaurant Mövenpick Plaza am Zürcher Stadelhoferplatz schliesst nach 20 Jahren.

Zürich - Während Jahren bot sich das Mövenpick Plaza Opernfreunden und Kinofans für einen Zwischenhalt an, bevor sie den Zug in die Agglomeration bestiegen. Nun schliesst das Lokal Ende Januar; der Umsatz hat sich nicht wie erhofft entwickelt, wie Babette Baars von Marché International sagt. Die Gründe dafür seien vielfältig. Offensichtlich ist jedoch, dass die Konkurrenz rund ums Bellevue in den letzten Jahren erstarkt ist. Nur ein paar Schritte entfernt haben die Brasserie Schiller im NZZ-Haus, das Tibits oder die Food Hall von Globus eröffnet.

Voraussichtlich Anfang 2011 wird hier die Clientis Sparkasse Zürcher Oberland ihre erste Filiale in der Stadt Zürich eröffnen. Sie konnte die Liegenschaft vor einem Jahr von der UBS kaufen. «Ein Glücksfall», sagt Rolf Zaugg, Vorsitzender der Geschäftsleitung. Die Sparkasse hat kürzlich die Küsnachter Lokalbank gekauft, und am Stadelhofen könne sie ihre bestehenden Kunden aus dem Oberland und die neuen von der Goldküste empfangen.

Gleichzeitig möchte die Sparkasse in Zürich neue Kunden gewinnen, vor allem solche vom Zürichberg und vom Seefeld. Laut Zaugg peilt sie aber nicht explizit ein höheres Kundensegment an. Im Gegensatz zur UBS, der Verkäuferin der Liegenschaft, lief es ihr in den letzten Monaten prächtig: 2008 flossen ihr zwei Prozent mehr Kundengelder zu. Die Sparkasse zieht früher als geplant ein; Mövenpick hätte erst mittelfristig ausziehen müssen. Das Parterre zur Seite Stadelhoferplatz nutzt sie selber, für das Lokal zur Falkenstrasse hin sucht sie einen Mieter, der nicht aus dem Gastrosegment kommt. (jho)

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