Nach dem Sieg der Linken will ein Geschäftsmann aufs Land ziehen

Der Winterthurer Unternehmer Jan Schoch machte seinem Wahlfrust Luft auf Facebook. Die Reaktionen sind wenig schmeichelhaft.

Das Werkhaus Schoch an bester Lage im Sulzerareal.

Das Werkhaus Schoch an bester Lage im Sulzerareal.

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«Ich freue mich auf ein neues zu Hause ausserhalb Winterthur», teilt der Winterthurer Unternehmer Jan Schoch auf Facebook mit. Und weiter: «Wir werden alle unsere Engagements in Winterthur reduzieren, da rede ich von viel (für uns) Geld, 40'000 pro Jahr für Sport, Kultur, Jugend.»

Schoch teilte seinen Wegzug öffentlich Finanzvorsteherin Yvonne Beutler (SP) auf Facebook mit, die sich über ihr gutes Wahlresultat vom Sonntag freute. Bei den Winterthurer Wahlen wurde eine SP-Vertreterin anstelle eines SVP-Stadtrats gewählt. Und auch im Parlament fand ein markanter Linksrutsch statt.

«20 Millionen Umsatz»

Jan Schoch ist Inhaber einer Winterthurer Traditionsfirma, die 1882 gegründet wurde. Er führt das Schoch Werkhaus, das mit 42 Mitarbeitenden einen Jahresumsatz von 20 Millionen macht. Das Werkhaus ist ein Büroeinrichtungsgeschäft, das 1997 in die ehemalige Halle 39 auf dem Sulzerareal in Winterthur eingezogen ist, an beste Lage also.

Seinen Wegzug aus Winterthur und die fehlenden Steuergelder kommentiert er weiter so: «Ich denke, es hat genügend Wähler der heutigen Regierung, um dies zu kompensieren. Auch werde ich meine ca. 150 bis 200 gratis Stunden pro Jahr für Vereine, Stiftungen etc. canceln.» Gemäss Schoch gibt es wunderbare Locations in steuergünstigen Gemeinden in der Region. Bei den Wahlen in Winterthur sei am Sonntag «eine Partei und nicht ein Leistungsausweis» gewählt worden.

Politische Gesinnung beim Einkaufen

Die Reaktionen auf Schochs Drohungen in den sozialen Medien sind bitterböse: «Wie kann man nur so doof sein und seine eigene Kundschaft beschimpfen? Oder: «Ich habe bei Schoch grad 23 Franken ausgegeben, weil ich nicht wusste, das man beim Bürokauf auf die politische Gesinnung achten soll.» Und einer schreibt: «Er soll gehen, wenn es ihm nicht passt. Ein cooleres Gebäude kann er in der steuergünstigen Agglo lange suchen.» (Tages-Anzeiger)

Erstellt: 08.03.2018, 12:24 Uhr

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