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Nach dem WM-Triumph ist London im Visier

Ruderin Pamela Weisshaupt vom SC Küsnacht hat sich in Posen zum zweiten Mal WM-Gold im Leichtgewichts-Skiff gesichert. Für ihren Olympiatraum müsste sie aber die Bootsklasse wechseln.

Rudern. - Grund zum Jubeln hatten die Verantwortlichen des Schweizer Ruderverbands (SRV) an der Weltmeisterschaft im polnischen Posen kaum. Am WM-Schlusstag sorgte Pamela Weisshaupt dann aber doch noch für Freudensprünge.

Die 30-jährige Athletin des Seeclubs (SC) Küsnacht schaffte, was vor kurzem wohl die Wenigsten für möglich gehalten hätten: Sie triumphierte im Leichtgewichts-Skiff und verteidigte damit ihren WM-Titel aus dem letzten Jahr, als sie im österreichischen Linz dem SRV nach neun Jahren wieder WM-Gold bescherte.

Weisshaupt teilte sich das Rennen auf dem Malta See am Rande von Posen perfekt ein und setzte sich mit persönlicher Bestzeit unwiderstehlich vor der Italienerin Laura Milani und der Dänin Juliane Rasmussen durch. «Es passte einfach alles zusammen. Die Bedingungen mit dem leichten Wind waren auf mich zugeschnitten», sagte die Ruderin, «ich war auf Gold fokussiert und bin jetzt natürlich entsprechend zufrieden.»

Nach Verletzung zurückgekämpft

Weisshaupts Glücksgefühle sind nachvollziehbar. Schliesslich drohte ihr im Frühjahr noch das Verpassen der Saison. Von WM-Gold in Linz beflügelt, wollte die SC-Küsnacht-Athletin zu viel. Sie trainierte zu intensiv und bekam die schmerzhafte Quittung in Form von massiven Knie- und Rückenbeschwerden. «Ich schwebte wie auf einer Wolke und achtete zu wenig auf meinen Körper», blickt die frisch gebackene Weltmeisterin zurück.

Weisshaupt gab die Hoffnung auf eine Rückkehr aber trotz Verzichts auf die ersten Regatten zu keiner Zeit auf. Pünktlich zum Weltcup-Final auf dem Luzerner Rotsee konnte sie ihre Blätter wieder ins Wasser tauchen. Mit Platz 4 überzeugte die 30-Jährige auf Anhieb. «Ich bin zwar spät, aber gut in die Saison gestartet und habe mich danach gewissenhaft auf die WM vorbereitet», sagt sie. Grossen Anteil an der Entwicklung hat dabei ihre deutsche Trainerin Claudia Blasberg, die bis vor fünf Jahren selbst erfolgreich gerudert hat und seit 2008 für die Schweizer Leistungsruderin verantwortlich ist. Die Fehler eines erneuten Übertrainings wird Weisshaupt nach ihren negativen Erfahrungen wohl kaum wiederholen.

Traum von Olympia 2012

Ehrgeizige Ziele hat sich die Besitzerin von «Pams Ruderschule» dennoch gesetzt. Sie will sich endlich ihren Traum von einer Teilnahme an Olympischen Spielen erfüllen. Da Leichtgewichts-Frauen nur im Doppelzweier olympisch rudern dürfen, ist die gebürtige Zürcherin auf eine starke Partnerin angewiesen. Bei den letzten drei Sommerspielen fehlte ihr diese jeweils.

Bereits im nächsten Jahr sollen sich diese Umstände aber ändern. «Der Leichtgewichts-Skiff ist 2010 kein Thema mehr», sagt SRV-Direktor Christian Stofer. Er ist zuversichtlich, dass dann ein vielversprechender Doppelzweier mit Pamela Weisshaupt gebildet werden kann. Verdient hätte es die Weltmeisterin allemal.

Pamela Weisshaupt hält an der WM die Schweizer Farben hoch und freut sich über ihre zweite Goldmedaille.

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