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Nationalspieler verhandelt mit den Grasshoppers

Michael Zürcher verlässt Unihockey-Serienmeister Wiler-Ersigen nach drei Saisons. Er will sich bei einem Verein in der Region für die WM 2012 empfehlen.

Von Kai Müller Einfach fällt Michael Zürcher der Abschied aus dem Emmental nicht. «Nach drei so erfolgreichen Jahren kommt natürlich Wehmut auf», sagt der 30-jährige Bülacher, der mit Wiler-Ersigen 2009, 2010 und 2011 den Titel gewann. Dass er den Serienmeister verlässt, hat mehrere Gründe. Einerseits unterrichtet der Sportlehrer seit letztem Sommer an der Sekundarschule in Niederhasli, andererseits sieht der neue Trainer Heikki Luukkonen in den ersten beiden Linien keinen Platz für Zürcher. Zudem will der Serienmeister kommende Saison ein halbes Dutzend Junioren in die erste Mannschaft integrieren. «Es wäre ein falsches Zeichen, mit allen Älteren zu verlängern, die den Jungen den Platz wegnehmen könnten», sagt Sportchef Marcel Siegenthaler. Deshalb habe er geschaut, wer von den Routiniers ohnehin unschlüssig sei. Schliesslich kamen er und Zürcher überein, künftig getrennte Wege zu gehen. Aus sportlicher Sicht macht der Abgang des 82-fachen Nationalspielers durchaus Sinn. In der abgelaufenen Saison stand Zürcher, der 17 Skorerpunkte sammelte, zwar regelmässig auf dem Feld, jedoch nur in der dritten oder vierten Linie. «Ein Stürmer von seinem Kaliber muss öfter spielen», findet Siegenthaler. Das sieht Zürcher genauso, denn er will sich bei seinem künftigen Team für die Heim-WM 2012 aufdrängen. Aufgrund seines Arbeitsorts plant er einen Wechsel zu einem Zürcher Verein. Er verhandle derzeit mit verschiedenen Interessenten. Mitentscheidend für ihn sei, welche Aufgabe der Trainer für ihn vorsehe. «Ich möchte eine tragende Rolle spielen», stellt er klar. Zürchers Wahl dürfte auf GC oder Rychenberg fallen. Für die Grasshoppers spräche die «starke Mannschaft, die erneut vorne mitspielen wird». Mit Winterthur, wo er sein NLA-Debüt gab und fünf Saisons spielte, fühlt er sich emotional verbunden. «Ich hoffe, dass sich meine Zukunft möglichst schnell klärt», sagt er. Soll heissen: bis Ende Mai. Michael Zürcher könnte schon bald das GC-Trikot tragen. Foto: Damian Keller

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