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Neue Kräfte als Matchwinner

Erstligist YF Juventus ist in der Gruppe 3 wieder auf dem Vormarsch. Beim 3:1 gegen Ticino U-21 experimentierte Trainer Salvatore Andracchio mit Erfolg.

Von Ueli Zoss, Zürich Nach Spielschluss humpelte Elvedin Causi ein klein wenig. Ein dicker Eisbeutel kühlte die lädierte Stelle am Oberschenkel. Der A-Junior, mit Jahrgang 92 der jüngste Spieler in der Startformation von YF Juventus gegen Ticino U-21, steckte die Blessur aber locker weg. «Ich freue mich über dieses Tor», sagte er. In der 74. Minute war ihm der sehenswerte Treffer zum vorentscheidenden 2:1 gelungen. Die Flanke von Nicolas Huber verwandelte er direkt. Causi stand zum zweiten Mal in dieser Saison von Beginn weg auf dem Feld und verdrängte Sturmkollege Luca Dimita auf die Bank. Im Tor gab Trainer Salvatore Andracchio ausserdem der Nummer 18, Georgios Marinis, gegenüber der Nummer 1, Ramon Frauenfelder, den Vorzug. Der Ersatzkeeper hinterliess bei hohen Bällen allerdings einen unsicheren Eindruck und stand beim Lobball aus rund 35 Metern zum 0:1 (43.) zu weit vor seinem Gehäuse. Ein Grieche als Spielmacher Goalie Marinis hat griechische Wurzeln, wie auch der im September neu verpflichtete Offensivspieler Panagiotis Papastergios, von seinen Mitspielern kurz «Pano» genannt. Dem 24-Jährigen ist der Ruf vorausgeeilt, am Ball überragend zu sein. Überhaupt verhalf dem früheren GC-Junior sein Talent zu einigen Engagements bei ambitionierten 1.-Liga-Vereinen; mit Chiasso stieg er in die Challenge League auf. «Ich gehe davon aus, dass ich ihn vorzeitig auswechsle. Er hat wegen Trainingsrückstand noch nicht Kraft für 90 Minuten», stellte Andracchio vor dem Debüt von Papastergios in der Startformation in Aussicht. Der klein gewachsene Angreifer liess gegen das Team Ticino U-21, eine Auswahl der besten Talente der AC Bellinzona, von Lugano, Chiasso und Locarno, rasch sein Können aufblitzen. Kaum war die Partie angepfiffen, prüfte er Goalie Giorgio Kurz ein erstes Mal. In der 14. Minute führte sein Zuspiel auf Causi zur zweiten Möglichkeit für die Stadtzürcher. Papastergios trat zudem die Freistösse und Eckbälle und vertrat in dieser Rolle den verletzten Raul Cabanas. In der 29. Minute sah er nach einem Techtelmechtel mit einem Gegenspieler die Gelbe Karte. «Nicht provozieren lassen», rief ihm ein Mitspieler zu, wohlwissend, dass der Neue in der Mannschaft auch bekannt für ein paar Macken ist. Wichtiger Ausgleich In der Nachspielzeit der ersten Halbzeit zirkelte Papastergios auch jenen Corner zur Mitte, der durch den Kopfball von Balu Ndoy zum Ausgleich führte. Das 1:1 als unmittelbare Reaktion auf den Gegentreffer war für YF Gold wert. Nach dem Seitenwechsel spielte Papastergios in der Position hinter den Spitzen, was ihm offensichtlich behagte. Juventus dominierte den Gegner nun klar, es kam zu turbulenten Szenen im Tessiner Strafraum. Das 2:1 durch Causi war überfällig. In der 87. Minute ging Papastergios &endash später als erwartet &endash vom Platz. Das Team Ticino raffte sich zu einem Schlussspurt auf. Goalie Marinis rechtfertigte nun seinen Einsatz mit einem Klassereflex. Ausgerechnet dem eingewechselten Bankdrücker Luca Dimita war es vorbehalten, nach einem Konter die drei Punkte unter Dach und Fach zu bringen. Zuvor hatte der Zürcher Erstligist in der Gruppe 3 im Spitzenkampf gegen Eschen/Mauren 1:1 gespielt, beim 1:3 zu Hause gegen Cham aber überraschend verloren. Nochmals ein Sieg am nächsten Sonntag beim in der Tabelle abgeschlagenen Gossau hätte zur Folge, dass die Mannschaft von Andracchio auf einem Spitzenplatz überwintern würde. Panagiotis Papastergios (Mitte) spielte bei YF Juventus erstmals von Beginn weg und hinterliess gegen Ticino U-21 einen starken Eindruck. Foto: Michael Trost

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