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Neues Stadthaus mit einem Makel

Das Winterthurer Stadtparlament ist für eine zentrale Verwaltung – kritisiert aber den zu tiefen Minergie-Standard.

Von René Donzé Winterthur – Am Schluss war es eine klare Sache. Mit 40 zu 13 Stimmen hat der Grosse Gemeinderat gestern dem Vorhaben zugestimmt, das viele Redner zuvor als «Jahrhundertprojekt» betitelt hatten. Der Stadtrat will 820 Arbeitsplätze der Stadtverwaltung, die heute auf 27 Orte verteilt sind, in einem Neubau auf dem Sulzer-Areal zusammenlegen. Der «Superblock» wird vom Versicherungskonzern Axa erstellt, der dort ebenfalls 1200 Arbeitsplätze einrichten will. Gestern hat das Parlament den Mietvertrag über 6,8 Millionen Franken pro Jahr und den Umzugskredit von 5,3?Millionen Franken genehmigt. Am 28.?November werden die Stimmberechtigten darüber entscheiden. Bei einem Ja soll die neue Stadtverwaltung 2015 eröffnet werden. Der klaren Zustimmung war eine heftige Diskussion im Rat vorausgegangen. Grüne, Grünliberale und SP kritisierten, dass das neue Gebäude bloss im Minergie-2009-Standard und nicht nach Minergie P erstellt wird. «Wir bauen für die nächsten 50 bis 100 Jahre und sollten nicht ein Projekt akzeptieren, das energetisch bereits veraltet ist», sagte Beat Meier (GLP). «Natürlich schmerzt mich das auch», sagte Stadtpräsident Ernst Wohlwend (SP). Doch habe die Stadt während der Verhandlungen mit der Bauherrin nicht stets neue Standards fordern können. Er stellte in Aussicht, dass das Sulzer-Areal später entweder an die Fernwärme angeschlossen oder dann die Nutzung von Geothermie geprüft werde. Die Bürgerlichen forderten, dass die Stadtverwaltung zusätzlich 4 Millionen Franken jährlich weniger ausgeben soll, wenn sie näher zusammenrückt. Sie unterlagen jedoch mit 20 zu 34 Stimmen. Wohlwend versprach zusätzliche Einsparungen, wollte sich aber nicht auf einen Betrag festlegen.

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