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Niederweningen will Kreisel in Tempo-30-Zonen

In Niederweningen wird im Juni über die Einführung der Tempo-30-Zonen abgestimmt. Das Projekt wird derzeit aber einmal mehr überarbeitet.

Niederweningen - In Niederweningen soll künftig grossflächig Tempo 30 gelten. Um effektiv eine Temporeduktion in den bezeichneten Zonen zu erzielen, müssen teilweise bauliche Massnahmen getroffen werden. Diese haben die Projektphase nun aber immer wieder verlängert. Wollte der Niederweninger Gemeinderat ursprünglich im Juni vergangenen Jahres über die Einführung der 30er-Zonen abstimmen lassen, hofft er nun, dass das Geschäft diesen Sommer endlich vors Volk kommt.

«Es sind Probleme bei den baulichen Massnahmen in der Dorfstrasse und der Alten Dorfstrasse aufgetaucht», sagt die Niederweninger Gemeindepräsidentin Andrea Weber Allenspach. Dabei handelt es sich um Strassen, welche um die Schulhäuser herum führen. Um dort eine Verkehrsberuhigung hinzubringen, müssten die Kurven mit Verbauungen versehen werden. Gemäss der Gemeindepräsidentin würden diese voraussichtlich bis zu fünf Meter in die Strassen hinein reichen.

Aufmerksamkeit bei Kindern

Ein Testversuch vor rund zwei Wochen habe gezeigt, dass die verlangten baulichen Massnahmen ein Verkehrschaos auslösen würden. «Weil die Kurven durch die Verbauungen extrem eng werden, können sie nur sehr langsam umfahren werden», erklärt Weber Allenspach. Ausserdem könnten keine Fahrzeuge mehr kreuzen. Besonders für landwirtschaftliche Fahrzeuge seien die Hindernisse schwer passierbar. Solche Gefährte müssten aber regelmässig zum Schulhaus fahren, um dort Holzschnitzel für die Heizung zu liefern. «Im Umfeld von Kindern darf die Aufmerksamkeit keinesfalls ausschliesslich auf das Zirkeln gerichtet werden», so die Gemeindepräsidentin.

Wegen dieser von der Kantonspolizei verlangten Verbauungen befürchtet der Gemeinderat nun, dass die ohnehin knappe Mehrheit an Befürwortern der Tempo-30-Zone schwinden könnte und das Geschäft im Juni abgelehnt wird. «Wir prüfen nun mit der Kantonspolizei, ob wir die Verbauungen weniger breit anbringen lassen könnten oder gar überfahrbare Kreisel bei der Verzweigung Dorfstrasse/Murzlenstrasse und der Dorfstrasse/Alte Dorfstrasse eine Lösung wären», sagt Weber Allenspach.

Die Niederweninger Behörde hofft auf eine möglichst rasche Lösung, weil das Datum der Gemeindeversammlung im Juni schnell näher rückt. Dem Stimmvolk werden dann zwei Varianten vorgelegt. Diejenige der Initianten, welche Tempo-30-Zonen vom Oberdorf bis ins Unterdorf und um die Schulen vorsieht, wie auch an der südlichen Hüttenstrasse. Der zweite Vorschlag - vom Gemeinderat ausgearbeitet - sieht Tempo 30 in den Zonen um den Kindergarten und um die Schulen vor, im Gebiet auf der Lägernseite und demjenigen auf der Eggseite.

Auf Wunsch der Bevölkerung wird über die drei verschiedenen Zonen in der Variante der Gemeinderats einzeln abgestimmt werden. In beiden Vorschlägen sind die Murzlen-, Hütten- und die Widemstrasse sowie die Vorderegg nicht in die Tempo-30-Zonen einbezogen worden.

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