Zum Hauptinhalt springen

Nürensdorf will mehr Freiheiten beim Rad- und Feldwegbau

Nürensdorf - Der Gemeinderat von Nürensdorf stösst sich an den Bauvorschriften für Wege entlang von Gewässern. Er hat beim Kantonsrat eine Behördeninitiative eingereicht. Die Gemeinden sollen beim Bau von Wander-, Fuss- und Radwegen weniger als die vorgeschriebenen 5 Meter Abstand zu Gewässern einhalten dürfen. «Die Norm schiesst über ihr Ziel hinaus», begründet der Gemeinderat seinen Vorstoss. Der Raum für die Gewässer soll sich nach den Bedürfnissen im Einzelfall richten. «Wir wehren uns gegen diese unpraktischen und in vielen Fällen widersinnigen Vorschriften», hält Gemeindeschreiber Heinz Stauch fest.

Als Beispiel gibt er einen Fall in der Gemeinde an. Ein Bach unter der Alten Winterthurerstrasse wurde ausgedolt mit der Folge, dass zwischen Gemeinde und Kanton eine längere Feilscherei um Abstände ausbrach. Durch die Vorschriften werde beim Bau von Wegen viel mehr Land verbraucht als unbedingt notwendig, führt der Gemeinderat ins Feld. Ausserdem sei die Realität schon in vielen Fällen so, dass die Uferwege näher an den Bächen vorbeiführen als vorgegeben. Dies, ohne den Hochwasserschutz infrage zu stellen und zu einer Erosionsgefahr zu führen. Auch für den Unterhalt der Gewässer sei der Abstand von 5 Metern nicht zwingend. Schliesslich weist der Nürensdorfer Gemeinderat darauf hin, dass auch in Siedlungsgebieten der Abstand nicht eingehalten werden könne und zudem Revitalisierungen von Fliessgewässern durch eine rigide Einhaltung gefährdet werden. (fca)

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch