«Mit rund 430 Ständen befinden wir uns bereits im oberen Bereich»

Marktchef Michel Zollinger zieht eine positive Bilanz des diesjährigen Uster-Märt. Einziger Wermutstropfen: eine brennende Gasflasche.

Hat hektische Tage hinter sich: Marktchef Michel Zollinger.

Hat hektische Tage hinter sich: Marktchef Michel Zollinger. Bild: Christoph Kaminski

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Michel Zollinger, der diesjährige Uster-Märt war ihr fünfter als Marktchef. Wie sieht Ihre Bilanz aus?
Mit dem Märtbetrieb und der Chilbi bin ich sehr zufrieden. Auch den Maschinenmärt darf man nicht vergessen. Ich kann also eine durchwegs positive Bilanz ziehen. Die Stimmung während des Marktbetriebs war gut und ruhig, was mit dem Wetter zusammenhängt. Mit diesem bin ich mehr als glücklich, denn es war viel besser, als es angekündigt worden ist. Am Donnerstag war es sogar richtig schön.

Die Stunden vor einem Marktbeginn sind für einen Chef wohl immer ein grosser Stress. Wie haben Sie heuer diesen erlebt?
Viele Markthändler sind sehr spät in Uster eingetroffen. Sie hatten wohl mit den Witterungen in den oberen Lagen zu kämpfen. So ist es bei uns um 7 Uhr richtig heiss zu- und hergegangen. Jemand konnte wegen einer Panne sogar erst gestern anreisen – solche Einzelfälle gibt es aber immer wieder. Letztlich konnten wir den Märt pünktlich um 10 Uhr starten. Das war mir sehr wichtig.

Konnten Sie an jenem Morgen noch vielen Markthändlern spontan zusagen, die auf einen Platz in letzter Sekunde gehofft hatten?
Insgesamt haben rund 600 Interessenten entweder auf einen Stand- oder einen Ausstellungsplatz am Uster-Märt gehofft. Knapp 100 Bewerbern mussten wir im Voraus absagen. Am Dienstag und am Mittwoch teilten uns dann ein paar Händler mit, dass sie unter anderem ­wegen einer Grippe nicht kommen können. Vor Marktbeginn hofften deshalb etwa 20?Marktfahrer auf eine späte Zusage. Sie sind ohne gesicherten Platz angereist. Innerhalb von 15 Minuten mussten wir dann die noch rund 10?freien Plätze zuteilen. Das war sehr hektisch. Dabei spielten die Grösse des Standes und das Angebot eine entscheidende Rolle.

Am Nachmittag gab es dann auf der Seestrasse einen Vorfall mit einer brennenden Gasflasche. Wie haben Sie diesen miterlebt?
Ich hielt mich zu diesem Zeitpunkt gerade an einem anderen Ort am Märt auf und habe ihn nicht live mitbekommen. Eine brennende Gasflasche ist natürlich nicht sehr positiv für einen geregelten Märtablauf. Den Besuchern ist aber nichts zugestossen. Bei so einer grossen Personenmenge kann schnell einmal etwas passieren. Dieses Jahr ist bis jetzt weiter nichts Schlimmeres passiert. Um die Untersuchung des Vorfalls kümmert sich die Kantonspolizei Zürich.

Woher nehmen Sie die Motivation für Ihre Arbeit und für die Verantwortung, die Sie als Chef zu tragen haben?
Ich arbeite sehr gerne mit anderen Leuten zusammen. Das ganze Jahr hindurch bin ich oft im Büro und sitze mit internen Partnern zusammen, um an den Vor- und Nachbereitungen des Märt zu feilen. Wenn dann endlich der Märt kommt, ist es sehr befriedigend, zu sehen, was bei diesen Arbeiten herausgekommen ist. Ich kann mir heute gut vorstellen, noch einige Jahre Chef des ­Uster-Märt zu bleiben.

Sind Veränderungen für den ­nächsten Uster-Märt geplant?
Von der Grösse her sind wir sehr zufrieden. Letztlich kommt es aber nicht auf die Quantität, sondern auf die Qualität an. Mit rund 430?Ständen befinden wir uns bereits im oberen Bereich. Deshalb wollen wir den Märt auch nicht mehr vergrössern. Wegen der Umgestaltung des Schulhauses Pünt müssen wir 2011 das Zelt anders platzieren. Auf die Landmaschinenausstellung sollte dies aber keinen grösseren Einfluss haben.

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Erstellt: 26.11.2010, 20:12 Uhr

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