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Oetwiler SVP kann ihren Sitz im Gemeinderat verteidigen

Thomas Zeier von der SVP hat gestern die Wahl um das Oetwiler Schulpräsidium für sich entschieden. Ihm unterlag der Parteilose Jürg Hess.

Von Petra Schanz Oetwil – Es ist ein klares Resultat: Die Oetwiler Stimmbürger haben gestern an der Urne den SVP-Kandidaten Thomas Zeier mit 355 Stimmen ins Amt des Schulpräsidenten und Gemeinderats gewählt. Sein parteiloser Kontrahent Jürg Hess erzielte 192 Stimmen. Zeier gab sich wenig überrascht über das Resultat. «Ehrlich gesagt, habe ich ein solch eindeutiges Resultat erwartet», sagt er. Er war bereits Schulpfleger, in den letzten Wochen hat er auch bereits als Schulpräsident geamtet. Er führt die Arbeit von Roland Rudolf (SVP) weiter, der wegen einer schweren Erkrankung von seinem Amt entbunden worden war. «Ich war natürlich viel bekannter im Dorf als Jürg Hess», sagt Zeier. Er freut sich, dass er die Arbeit, in die er sich bereits eingelebt hat, nach den Sommerferien nun offiziell weiterführen darf. «Es hätte mich richtig gereut, das wieder aufzugeben.» Nicht nur sein Bekanntheitsgrad habe ihm zum Sieg verholfen: «Mein Konkurrent hatte im Gästebuch auf seiner Website nicht mehr als fünf Kommentare. Es schien sich niemand gross für ihn zu interessieren», sagt Zeier. Vielleicht habe Hess auch mit seinem Werbeflyer sich selber geschadet. «Darauf war nur eine unparteiische Gruppe genannt, aber kein einziger Name. Man hatte keine Ahnung, wer dahinter stand.» Trotzdem kann sich Zeier vorstellen, in Zukunft mit Hess zusammenzuarbeiten. Dies wäre ein mögliches Szenario, falls Hess sich auf den nun frei gewordenen Schulpflegesitz von Zeier bewerben würde. «Wenn sich Hess für die Schule einsetzt, ist für mich eine Zusammenarbeit durchaus denkbar», sagt Zeier.Der Oetwiler feierte gestern im Schulhaus Breiti mit Schulpfleger, Schulleiter und Gemeinderäten. «Danach gehe ich mit meiner Familie essen. Die sind froh, ist der Wahlkampf nun zu Ende.» Hess ist unzufrieden Für Jürg Hess war der Ausgang der Kampfwahl «schwierig einzuschätzen», wie er sagt. «Ich bin nicht unzufrieden mit dem Resultat», sagt der Parteilose, der als grünliberaler SVPler und als rechtsbürgerlich beschrieben wird. Er habe im Vorfeld viele positive Stimmen gehört. «Allerdings bin ich mir auch bewusst, dass man die negativen nicht zu Ohren bekommt.» Obwohl er weniger Chancen hatte als Zeier, habe er mit einer allfälligen Wahl gerechnet, um sich darauf vorzubereiten. «Aber Zeier hatte natürlich seine Partei im Rücken und war viel bekannter als ich.» Zudem hatten die übrigen Parteien der SVP ihre Unterstützung bei der Wahl zugesagt. Hess hatte es ohne eine einzige Partei hinter sich also besonders schwer. Ob der Parteilose sich für den freien Sitz in der Schulpflege bewerben wird, wusste er gestern noch nicht. «Ich muss mir das jetzt alles reiflich überlegen.» Bildlegende. Foto: Vorname Name, Agentur

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