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Opfiker Gewinn ist 23-mal höher als budgetiert

Die Stadt Opfikon überrascht auch dieses Jahr mit einem unerwartet hohen Ertrag. Die Jahresrechnung 2009 weist einen Überschuss von 9,3 Millionen Franken aus.

Opfikon - Die Jahresrechnung 2009 der Stadt Opfikon schliesst bei einem Aufwand von rund 108 Millionen Franken überraschend mit einem Ertragsüberschuss von 9,3 Millionen Franken. Der vom Gemeinderat verabschiedete Voranschlag sah lediglich ein Plus von 0,4 Millionen Franken vor.

Zu diesem unerwarteten Ergebnis trugen gemäss Finanzvorsteher Werner Brühlmann (FDP) besonders drei Punkte bei. Zwei davon - die Erträge aus Grundstückgewinn- und die Quellensteuer - seien nicht beeinflussbar und somit sehr schwierig zu budgetieren.

Das positive Rechnungsergebnis ist zum einen auf die höheren Erträge bei den ordentlichen Steuern zurückzuführen. Im Rechnungsjahr verzeichnete Opfikon ein Plus von 1,6 Millionen Franken. Zum guten Rechnungsergebnis haben die Neuzuzüger beigetragen: «Die neuen Mieter im Glattpark bezahlten mehr Steuern als angenommen», sagt Brühlmann. Zudem seien erfreulich hohe Mehrerträge bei den Grundstückgewinnsteuern erzielt worden: «Wir rechneten mit 5 Millionen Franken, konnten aber 8,5 Millionen Franken verbuchen. Beim Landverkauf im Glattpark erzielten wir höhere Preise als erwartet.» Auch die Quellensteuern brachten 3 Millionen mehr ein als budgetiert. Der Finanzvorsteher führt dies auf die zahlreichen, gut qualifizierten deutschen Arbeitnehmer zurück, die in Opfikon leben.

Mehrausgaben generierten mit 2,2 Millionen Franken noch nicht vollzogene Landverkäufe, mit 0,9 Millionen Franken unerwartet hohe Ausgaben im Sozialbereich und mit 1,4 Millionen Franken im Schulwesen. Die lukrativen Neuzuzüger im Glattpark könnten sich gemäss Finanzvorsteher Brühlmann längerfristig ebenfalls negativ auf die Rechnung auswirken: «Wenn die jungen Paare, die heute viele Steuern bezahlen, heiraten und Kinder kriegen, sinkt ihre Steuerkraft. Zudem werden Krippenplätze gefragt sein.»

Keine Steuersenkung

Dazu kommt, dass Opfikon Nachholbedarf auf der Investitionsseite hat: «Das Frei- und Hallenbad Bruggwiesen sowie die Sportanlage Au müssen saniert werden.» Zudem wolle Opfikon gemeinsam mit Tertianum ein zweites Alterszentrum bauen, und die steigende Schülerzahl erfordert zusätzlichen Schulraum. Des Weiteren erhöhe sich der jährliche Beitrag der Stadt an den Zürcher Verkehrsverbund (ZVV), weil ab Dezember die Tramlinie 12 zwischen Flughafen und Stettbach in Betrieb ist.

Ob der unerwartet hohe Steuerertrag die angedrohte Steuererhöhung für 2011 von derzeit 104 auf 110 Prozent abwenden kann, ist gemäss Brühlmann noch unklar: «Der Gemeinderat berät im Herbst darüber, ob eine Erhöhung notwendig ist.» Eine Senkung sei jedoch illusorisch. Der Finanzplan 2011-2013 geht von einer Nettoschuld von 30 Millionen Franken aus.

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