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Pappone geht nach Cup-Blamage

Zweitligist FC Wollishofen verliert nach dem 2:4 im Regionalcup gegen Fällanden einen der beiden Trainer: Francesco Pappone tritt ab.

Von Kai Müller Die Harmonie war seit längerem gestört, nun kam es zur Trennung. Francesco Pappone stand am Mittwochabend bei der Cup-Blamage gegen den Viertligisten Fällanden zum letzten Mal bei Wollishofen an der Seitenlinie. «Ich bin nicht mehr Assistenztrainer», sagte er gestern. Bezeichnend ist, dass sich der 36-jährige Assistent nennt, denn er und Vural Oenen (30) waren als Spielertrainer gleichgestellt, wobei Oenen die Entscheidungsmacht besass. Bei seinem Amtsantritt im Juni hatte Pappone die ersten Gespräche mit seinem Partner noch gelobt: «Wir haben dieselben Grundgedanken.» Nun sagt er: «Wir standen uns gegenseitig im Weg.» Und Oenen findet: «Pappone versteht den Fussball, ich verstehe den Fussball. Aber wir haben unterschiedliche Ansichten und Konzepte. Es geht einfach nicht mit zwei Chefs.» Sie seien sich zuletzt immer öfter uneinig gewesen. Pappone, der seit seinem Schien- und Wadenbeinbruch im September nicht mehr zum Einsatz gekommen ist, kehrt im Sommer ohnehin als Sportchef zum interregionalen Zweitligisten Red Star zurück, bei dem er letzte Saison noch unter seinem langjährigen Freund Giovanni Gargiulo spielte. Die Unstimmigkeiten wirkten sich laut Oenen auf die Leistungen der Wollishofer aus. «Die Spieler haben das natürlich gespürt. Es hat sie beschäftigt.» Als Ausrede für die zuletzt dürftigen Auftritte will Oenen den Zwist jedoch nicht gelten lassen. Schon gar nicht für das 2:4 gegen Fällanden, bei dem die Stadtzürcher zweimal eine Führung preisgaben. «Gegen einen Viertligisten dürfen wir niemals vier Tore kassieren. Wir haben uns mit Eigenfehlern selber geschlagen», sagt er. Oenen rechnet mit Reaktion In der Gruppe 2 liegt Wollishofen nach dem missglückten Start in die Rückrunde nur noch fünf Punkte über den Abstiegsplätzen. Aus drei Spielen resultierten ein Unentschieden und zuletzt zwei Niederlagen. Diese kamen zwar gegen Tabellenführer Blue Stars, der im Cup am Drittligisten Stäfa scheiterte, und gegen das formstarke Wiedikon (drei 4:0-Siege in Folge) zustande, dennoch sagt Oenen: «Wir sind immer für Punkte gut, konnten bisher aber nicht umsetzen, was wir im Training üben.» Das soll sich am Sonntag in Horgen ändern. «Das Thema Pappone ist abgeschlossen. Ich bin mir sicher, dass die Mannschaft jetzt eine Reaktion zeigt.»

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