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Parkier-Problem mit grossen Steinen gelöst

An der Riedikerstrasse, wo früher Autos monatelang parkiert waren, liegen jetzt Natursteine. Die Ustermer Bevölkerung freut sich darüber.

Bis vor zwei Wochen machte die Riedikerstrasse, die Riedikon mit Uster verbindet, optisch keinen guten Eindruck. Auf der Sperrfläche am westlichen Strassenrand parkierten, wild durcheinandergewürfelt, Autos, Kleinlastwagen und Anhänger. Die Fahrzeuge trugen nicht nur Zürcher, sondern auch Zuger, Schwyzer oder Thurgauer Kennzeichen. Zügelunternehmen stellten dort ihre Lastwagen ab, die nicht im Einsatz waren, und ein Partyservice platzierte seine Buffet- und Barwagen auf Rädern monatelang am Strassenrand. Kein schönes Bild auf einer der Haupteinfahrtsstrassen der drittgrössten Stadt im Kanton. Auch Anwohner störten sich an den wild durcheinanderparkierten Autos und Lastwagen.

Auf Greifenseelauf folgten die Steine

Seit dem Greifenseelauf vom 20. September ist an der Riedikerstrasse alles anders. Kein parkiertes Auto stört mehr den Blick auf die Postkartenidylle mit der reformierter Kirche beim Ustermer Ortseingang. Grund: Die Stadt Uster hat etwa 60 grosse Natursteine auf dem rund 400 Meter langen Streifen am Strassenrand platziert. «Dass die parkierten Autos verschwinden, war uns schon lange ein Anliegen», sagt Hans Portner, Leiter Strasseninspektorat der Stadt Uster. «Es sah wirklich nicht schön aus und war teilweise sogar gefährlich.» Denn wenn ein Lastwagen in einer Parklücke parkieren wollte, sei es auf der stark befahrenen Riedikerstrasse auch schon zu brenzligen Situationen gekommen. «Die Steine erhöhen damit auch die Verkehrssicherheit.»

Da während des Greifenseelaufs auf der Riedikerstrasse Parkverbot herrschte, packte die Stadt die Gelegenheit beim Schopf und platzierte danach die 60 Steine am Strassenrand. Parkieren war somit nicht mehr möglich. Da es sich bei der Riedikerstrasse um eine Kantonsstrasse handelt, musste die Stadt zuerst den Kanton informieren. Dieser gab grünes Licht.

Mit der einfachen und schönen Lösung sei die Bevölkerung sehr zufrieden, sagt Portner. Auch der Bauer, der bis vor kurzen seine Maschinen an den parkierten Autos und Lastwagen vorbeizirkeln musste, sei des Lobes voll über die neuen Natursteine. Die etwa einen Meter langen, 30 Zentimeter hohen und 30 Zentimeter breiten Steinquader hatte die Stadt bereits an Lager und musste dafür nicht extra Geld ausgeben. «Solche Steine brauchen wir immer wieder, um etwas abzusperren», sagt Portner. Die Quader bleiben bis 2010 an der Riedikerstrasse liegen. Dann plant der Kanton ein Sanierungsprojekt an Zentral-, Talacker- und Riedikerstrasse. Das Projekt soll gegen fünf Millionen Franken kosten und beinhaltet unter anderem einen Kreisel bei der Kreuzung Zentral- und Burgstrasse. Danach wird das Problem mit den parkierten Fahrzeugen nicht nochmals auftauchen, da es dann keinen Platz mehr dafür geben wird.

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