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Pendler nicht erwünscht

Illnau-Effretikon will nicht länger dulden, dass auswärtige Pendler Fahrzeuge rund um den Bahnhof abstellen. Eine neue Parkverordnung soll das Problem lösen.

Von Amilla Alabor Illnau-Effretikon &endash Den Anwohnern rund um den Bahnhof Effretikon sind sie ein Dorn im Auge: die auswärtigen Pendler, welche die Quartierstrassen als Gratisparkplätze benutzen und dann auf den Zug umsteigen. Einzelne lassen ihr Auto längere Zeit im Quartier stehen, um die Parkgebühren am Flughafen Zürich zu sparen: «Ich habe beobachtet, wie Autos mit Berner oder Tessiner Nummern wochenlang in unseren Strassen standen», sagt Stadtpräsident Ueli Müller. Damit soll nun Schluss sein: Der Stadtrat hat eine neue Verordnung erlassen, die das Dauerparkieren künftig verhindern soll. «Das Parkkonzept gibt den Einwohnern von Illnau-Effretikon gegenüber Auswärtigen den Vorrang», sagt Andreas Zanni, Leiter der Abteilung Sicherheit. Der Stadtrat nahm das Problem der Fremdparkierer zugleich zum Anlass, das Parkieren gemeindeweit zu regeln. Nur zwei Stunden im Zentrum Neu gibt es in Illnau und Effretikon je eine Zentrumszone, eine weisse Zone und eine Zone für das übrige Gemeindegebiet. In der Zentrumszone kann ab November noch zwei Stunden parkiert werden, wobei eine Stunde 1 Franken kostet. Damit will man sicherstellen, dass die Fahrzeuge nicht zu lange stehen bleiben. In der weissen Zone, wo sich das Problem der auswärtigen Pendler stellt, wird das Parkieren werktags von 7 bis 19 Uhr auf vier Stunden beschränkt. Ausserhalb dieser Zeiten gibt es keine Beschränkung. Einwohner können in der weissen Zone weiterhin den ganzen Tag über parkieren, sofern sie bei der Stadt die Parkkarte «Ilef» bestellen. Ortsansässige Gewerbebetriebe sowie Angestellte, die in der Zone arbeiten, können die Karte ebenfalls beziehen. Auswärtigen Handwerkern und Besuchern steht eine Karte zur Verfügung, die an zehn beliebigen Tagen benutzt werden kann für einen «symbolischen» Beitrag von 20 Franken. Weisse statt blaue Zonen Die weissen Zonen funktionieren wie in anderen Städten die blauen Zonen. Weil die Zeitlimiten für die blauen Zonen aber gesetzlich genau geregelt sind und nicht lokal angepasst werden können, verzichtete man in Illnau-Effretikon darauf, diese Zone als blaue Zone zu kennzeichnen. Im übrigen Stadtgebiet ist die Signalisation vor Ort zu beachten. Die Inspiration für die neue Verordnung holte sich die Stadt in Gemeinden, die mit demselben Problem zu kämpfen hatten. Abteilungsleiter Zanni ist zuversichtlich, das Problem mit den Pendlern so lösen zu können &endash wobei es in den ersten Wochen noch eine gewisse Toleranz gegenüber den Autofahrern geben wird.

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