Zum Hauptinhalt springen

Personal kämpft gegen Lohnrevision

Zürich. - Die Vereinigten Personalverbände (VPV), der VPOD Zürich sowie der KV Zürich opponieren gegen die neue Lohnrevision für kantonale Angestellte, die am 1. Januar 2010 in Kraft treten soll. Zur Protestversammlung im Volkshaus erschienen gestern Abend rund 100 Personen. Im Saal herrschte eine kämpferische Stimmung. Die Rede war von einer «Riesensauerei» und «Willkür». Adressatin der Kritik war die Zürcher Regierung, die nach der Vernehmlassung die Lohnrevision ausgearbeitet hat und nun, wie mehrere Redner beanstandeten, gegen den Willen sämtlicher Personalverbände durchboxen will. Von den Neuerungen betroffen wären gemäss dem VPV rund 70 000 Arbeitnehmer: unter anderem alle Angestellten des Kantons Zürich, des Universitätsspitals, des Kantonsspitals Winterthur sowie der Zürcher Gemeinden.

Die zentrale Streitfrage: Die Regierung will den automatischen Stufenaufstieg abschaffen sowie die Lohnstufen halbieren. Auf diese Weise soll das Lohnsystem flexibler und leistungsorientierter werden. Die Personalverbände werfen der Regierung vor, beim Staatspersonal die «gescheiterte Lohn- und Bonikultur der Finanzindustrie» einführen zu wollen. «Dabei müsste der Kanton anderen Arbeitgebern ein Vorbild sein», sagte Willy Rüegg, Leiter Berufspolitik beim KV Zürich. Die Personalverbände wollen den Teuerungsausgleich gesetzlich garantieren, den automatischen Stufenaufstieg beibehalten und auf die Halbierung der Lohnstufen verzichten.

Der Kantonsrat wird voraussichtlich im November über die Vorlage befinden, die eine Änderung der Personalverordnung verlangt. Inhaltlich korrigieren darf er zwar nichts, er kann aber - und dies ist das Ziel der Personalverbände - die Vorlage zur Überarbeitung an die Regierung zurückweisen. Gefragt sei ein starkes Lobbying, sagte VPV-Präsidentin Cécile Krebs. Die Verbände wenden sich deshalb in einem Brief an die Kantonsräte - in der Hoffnung, die politische Mitte, namentlich CVP und GLP, für ihr Anliegen zu gewinnen. (sth)

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch