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Pfäffikon investiert in die Sicherheit der Angestellten

Mit einer Schulung ihres Personals, baulichen und betrieblichen Massnahmen reagiert die Gemeinde auf die Bluttat vor drei Monaten.

Von Gabriela Frischknecht Pfäffikon &endash Die Blumen und Briefe vor dem Gemeindehaus sind verschwunden. In den vergangenen drei Monaten waren sie Mahnmal für die unfassbare Tat, die sich am 15. August ereignete: Ein kosovarischer Sozialhilfebezüger erschoss auf offener Strasse zunächst seine Ehefrau, dann richtete er vor dem Eingang zum Gemeindehaus die Leiterin des Sozialamtes, die wenig später im Spital ihren Schussverletzungen erlag. An die Tat erinnern nur noch zwei einzelne Kerzen. Vergessen sind die Geschehnisse in Pfäffikon aber nicht. Am Abend des 1. November gedachten gegen 120 Personen mit einem über einstündigen Trauermarsch der beiden getöteten Frauen. Schon einen Tag nach der Tat hatte Gemeindeschreiber Hanspeter Thoma erklärt, dass man nun die Sicherheit im Gemeindehaus diskutieren müsse. Dies, obwohl in Pfäffikon bereits einige Vorkehrungen getroffen worden waren &endash zum Beispiel geschlossene Türen und Druckknöpfe mit akustischen Signalen. Inzwischen hat die Verwaltung einen Experten zur Überprüfung von weiteren Sicherheitsmassnahmen beigezogen. «Wir haben seine Empfehlungen angehört, aber auch die Anliegen der Mitarbeitenden aufgenommen», so Thoma. Nun liegt ein Katalog von Möglichkeiten vor, mit denen man die Sicherheit der Angestellten im Sozialamt verbessern will. So etwa zusätzliche Schulungen für Situationen mit Eskalationspotenzial. Andererseits stehen auch betriebliche Massnahmen zur Diskussion. Schon im Frühling habe man die Verlegung des Zivilstandsamts in die Schalterhalle geprüft, um den Kundenservice zu verbessern, sagt der Gemeindeschreiber. Nun würde man damit auch im benachbarten Sozialamt Platz gewinnen. «Man kann dann zum Beispiel aus einer Bürotür einen Schalter machen, um so die Sicherheit zu verbessern.» Thoma zieht auch in Betracht, die Schalter im Sozialamt mit Überwachungskameras auszurüsten. «So sehen unsere Mitarbeitenden nicht nur, dass jemand am Schalter ist, sondern auch wer, und können sich auf einen schwierigen Klienten vorbereiten.» Die Verwaltung will jetzt eine Firma beiziehen, die sich auf den Schutz vor krimineller Gewalt spezialisiert hat.

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