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Polizei geht gegen Linksfahrer vor:500 Franken Busse

Auf Autobahnen blockieren Schleicher und Linksfahrer zunehmend die mittlere oder linke Fahrspur – eine sehr teure Untugend.

Von Ruedi Baumann Zürich – Der Horgner Bezirksstatthalter und SVP-Kantonsrat Armin Steinmann spricht von einer «Krankheit». Das permanente Linksfahren auf einer Autobahn in zum Teil gemächlichem Tempo sei nicht nur ein Ärgernis, sondern provoziere auch andere Autofahrer zu gefährlichen Folgereaktionen: zu dichtes Aufschliessen oder gar Rechtsüberholen aus Frust, Ungeduld oder Aggression. Wer von der Polizei bei standhaftem Linksfahren erwischt wird, kommt nicht mit einer Ordnungsbusse davon, sondern wird verzeigt. Gemäss Steinmann beträgt die durch den Statthalter ausgestellte Busse im günstigsten Fall 300 Franken plus Gebühren – macht insgesamt runde 500 Franken. In Zusammenhang mit Vorstrafen, Gefährdung und besonders penetrantem Verhalten können es auch 1000 Franken sein. Billiger – aber auch nicht gratis – ist Lichthupen und Hupen: 40 Franken. Polizei plant Grossaktion Das Thema Linksfahrer wurde von Bezirksrichter und Kantonsrat Beat Stiefel (SVP, Egg) in einer Anfrage an den Regierungsrat thematisiert. Nun schreibt die Regierung, dass das Gebot des Rechtsfahrens auf Autobahnen eine der wichtigsten Verkehrsregeln sei. Die Kantonspolizei stelle jedoch eine «zunehmend ungenügende Beachtung» fest und plane mehrwöchige Schwerpunktaktionen. Auf der Medienstelle der Kantonspolizei heisst es, dass man auch im Rahmen normaler Kontrollen und Patrouillenfahrten nach Linksfahrern Ausschau halte. Die Kantonspolizei setzt dabei Zivilfahrzeuge ein. Bei der Schwerpunktaktion, die in den nächsten Wochen beginnt, werden auch Drängler erfasst. 2010 wurden in einer ähnlichen Aktion 87 Linksfahrer verzeigt. Rechtsüberholen: 1000 Franken Linksfahrer auf der Überholspur provozieren ungeduldige Autofahrer zum Rechtsüberholen. Doch wer dabei erwischt wird, riskiert eine Verzeigung an die Staatsanwaltschaft. Und das ist teuer: In einem einfachen Fall ohne Gefährdung Dritter und Geschwindigkeitsüberschreitung kostet Rechtsüberholen runde 1000 Franken – bei Vorstrafen und weiteren Vergehen noch viel mehr. Gemäss Regierungsrat soll beim Bund angeregt werden, die neuen Wechseltextanzeigen entlang der Autobahnen gezielt für einen Appell an die Autofahrer einzusetzen, sich möglichst rechts zu halten. Toleriert wird als Ausnahme bloss Überholen, Fahren in parallelen Kolonnen sowie Innerortsverkehr.

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