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Polizei sperrt Strassen

Kaum ist der Winter richtig da, droht das Streusalz knapp zu werden. Am härtesten trifft es jene Gemeinden, die das Salz vom Kanton beziehen.

Von Philipp Kleiser und Daniel Stehula Horgen – Plötzlich gab es kein Durchkommen mehr: Die Kantonspolizei Zürich musste gestern zwischen 15 und 16 Uhr sowohl die Strasse über den Hirzel zwischen dem Autobahnanschluss Wädenswil und Sihlbrugg als auch die Gattikerhöhe zwischen Langnau und Thalwil sperren. Lastwagen und Personenfahrzeuge wurden zum Umkehren gezwungen. «Die Strassen waren verschneit und vereist. Wir mussten die Strecken schliessen, damit die Räumequipen zufahren konnten», sagt Martin Sorg, Sprecher der Kantonspolizei Zürich. Bereits in der Nacht auf gestern wurden der Kantonspolizei Zürich rund 60 Verkehrsunfälle gemeldet – allerdings keine aus dem Bezirk Horgen. Dies änderte sich am Nachmittag: Auf der Autobahn A 3 kam es teils zu chaotischen Zuständen. Zwischen Wollishofen und Horgen stauten sich die Fahrzeuge Richtung Chur kilometerlang, weil ein Lastwagen quer auf der Fahrbahn stand. Salz wird bereits knapp Seit Tagen schon stehen die Mitarbeitenden der Winterdienste fast pausenlos im Einsatz, um die Strassen schnee- und rutschfrei zu halten. Dabei haben sie viel Salz gestreut – so viel, dass die Verantwortlichen bereits ans Sparen denken müssen. So wird in Schönenberg ab sofort nur noch ein reduzierter Winterdienst durchgeführt, sagt Strassenmeister Max Schärer: «Wir beziehen das Streusalz vom Silo Neubüel des Kantons Zürich. Doch der Kanton muss Salz sparen.» Nur spezielle Bereiche wie etwa die Posthaltestellen werden noch schwarzgeräumt, damit der öffentliche Verkehr gewährleistet ist. Doch auch Gemeinden mit eigenem Salzlager stehen schon bald vor einem Problem: Wädenswil hat bereits die Hälfte seiner 100 Tonnen Salz verbraucht, sagt Strassenmeister Werner Kunz. Deshalb hat er Nachschub bei den Rheinsalinen angefordert. Mit der Lieferung rechnet er aber erst Mitte Januar. Das entspricht einer Wartezeit von einem Monat. Kein Salz für Nebenstrassen In Horgen entscheidet Christian Schütz, Gesamtleiter Winterdienst, welche Strassen er und seine 28 Mitarbeiter räumen: «Schwarzgeräumt werden in Horgen nur die Verkehrswege, die von Bedeutung sind – Sammelstrassen, Routen des öffentlichen Verkehrs, Zufahrten zu Bahnhöfen und steile Strassen.» Die gleichen Prioritäten setzt die Gemeinde Thalwil, welche ihr Silo im Sommer mit 68 Tonnen randvoll füllte. «Nebenstrassen werden generell weniger gesalzen», sagt Gemeindeschreiber Martin Pallioppi. Die Kantonspolizei liess gestern während rund einer Stunde kein Auto über die Hirzelpassstrasse.Foto: Lukas Matt

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