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Polizei wird in Zürich «Social Distancing» durchsetzen

Wer gegen die neuen Massnahmen verstösst, muss mit Strafen rechnen.

Daniel Pfeifer
Die Massnahmen gelten nicht nur für den Barbetrieb, sondern auch für private Veranstaltungen, die im öffentlichen Raum stattfinden. Bild: Christian Beutler, Keystone
Die Massnahmen gelten nicht nur für den Barbetrieb, sondern auch für private Veranstaltungen, die im öffentlichen Raum stattfinden. Bild: Christian Beutler, Keystone

Nach der Entscheidung des Bundes zur Einschränkung des öffentlichen Lebens ist es nun an den kantonalen Polizeien, die Richtlinien durchzusetzen. Die Zürcher Behörden appellieren dabei an die Vernunft der Bevölkerung. «Es braucht das Verständnis eines jeden, dass diese Massnahmen zwingend notwendig sind. Es geht nicht um Polizeigewalt», sagt Thomas Würgler, Kommandant der Kantonspolizei und Leiter des neuen Führungsstabs zur Bewältigung der Corona-Krise.

In der neuen Verordnung vom Montag schreibt der Bund, welche Sanktionen diejenigen erwarten, die sich nicht an die Regelungen zu öffentlichen und privaten Veranstaltungen halten: Wer sich vorsätzlich widersetzt, dem droht eine Geldstrafe oder bis zu drei Jahre Freiheitsstrafe.

Öffentliche Gruppen untersagt

«Es wird nicht so sein, dass die Polizei heute eine Bar stürmt, wenn sie um 5 nach 12 noch offen hat», beschwichtigte Sicherheitsbeauftragter Mario Fehr am Montagabend. Dennoch werde man konsequent alle Massnahmen polizeilich durchsetzen. Das gilt nicht nur für den Barbetrieb, sondern auch für private Veranstaltungen, die trotz aller Warnungen im öffentlichen Raum stattfinden. Thomas Würgler betont: «Es ist auch untersagt, in grösseren Gruppen zusammenzustehen und nicht den gebührenden Abstand zu halten.»

Alle Zürcher Wohnungen kann die Polizei nicht kontrollieren, jedoch besteht sie auch dort auf einen Verzicht auf Feiern. Eine feste Obergrenze gibt es nicht, jedoch sollte klar sein, dass beispielsweise vier Leute noch keine Veranstaltung ausmachten, sagte Mario Fehr. Er sagt weiter: «Wer sich nicht an diese Regeln hält, der handelt asozial in einer solchen ausserordentlichen Lage.»

Polizei soll weiter Zürich sicher halten

Während der aktuellen Ausnahmesituation wird die Polizei weiterhin die öffentliche Sicherheit garantieren. Polizeiposten werden nicht geschlossen. Revolten in Haftanstalten, wie sie in Italien auftraten, sollen durch strikte Massnahmen verhindert werden. Und Polizisten erhalten als «systemrelevante Gruppe» nun besondere Unterstützung bei der Kinderbetreuung, um weiterhin im Dienst bleiben zu können.

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