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Prävention Zürich legalisiert Alkohol-Testkäufe durch Minderjährige – vorläufig / SVP und Grüne wehren sich, TA vom 12. 4.Sorglose Ladenbesitzer bestrafen

Prävention Zürich legalisiert Alkohol-Testkäufe durch Minderjährige – vorläufig / SVP und Grüne wehren sich, TA vom 12. 4.Sorglose Ladenbesitzer bestrafen Grüne Gründe. Dass die Grünen gegen Alkohol-Testkäufe stimmen, enttäuscht mich sehr. Auch die Begründung von Kantonsrätin Esther Guyer, es werden Jugendliche zu Fehlverhalten angestiftet, ist ein (schlechter) Witz. Testkäufe erreichen gute Resultate, das ist unbestritten. Sie können nicht das einzige Mittel sein, um das Alkoholproblem zu lösen, aber sie sind ein wichtiger Bestandteil, um das Jugendschutzgesetz umzusetzen. Wer sich gegen Testkäufe wehrt, tut dies sicher nicht zum Wohl der Kinder und Jugendlichen. Patrick Schwegler, Tann Praktische Staatsbürgerkunde. Testkäufe sind praktisch die einzige Möglichkeit, das Jugendschutzgesetz durchzusetzen. Sie nützen aber nur maximal, wenn Strafen möglich sind. Dass nur das oft gestresste Verkaufspersonal bestraft wird, ist allerdings stossend. Den Profit machen ja die skrupellosen Inhaber. Ob die Grünen dann zustimmen, wenn in dieser Richtung verbessert wird? Oder die FDP wieder abwinkt, die erstaunlicherweise einmal positiv überrascht? Es ist natürlich zu hoffen, dass der Bund ebenfalls die im Entwurf des Alkoholgesetzes angekündigte Gesetzesregelung bringt. Leider ist das noch gar nicht sicher, obwohl dies der einzige wirklich positive Mehrwert wäre. Bis jetzt wehrt der Bundesrat sich immer noch stur gegen wirksame Massnahmen, die das Alkoholproblem entschärfen würden. Und viele Medien unterstützten ihn bisher dabei, indem sie ihre Macht der Nicht-Information ausübten. Dass der «Tages-Anzeiger» sogar den intelligenten Kommentar«Liberalismus falsch verstanden» publizierte, lässt wieder einmal hoffen. Es erstaunt mich immer wieder, dass die Grünen in der Alkoholfrage mit der SVP zusammengehen. Wie kann man sich für eine naturnahe, gesunde Umwelt einsetzen und dabei die Gesundheit des Menschen, der doch im Zentrum unserer Umwelt steht, ausser Acht lassen? Ihr Argument, die Jugendlichen würden zu Gesetzesbrechern und missbraucht, ist nicht stichhaltig. Diese jungen Menschen gehören zum Umfeld des Blauen Kreuzes, sind geschult und durch die Vertrautheit mit dem Problem motiviert. Eine wertvolle Lektion in praktischer Staatsbürgerkunde, die kaum dazu führt, dass die Gegner der Vorlage aus ihren Reihen, sind sie einmal stimmberechtigt, zusätzliche Wählerstimmen erhalten werden. Ob dies auch ein Grund für die Gegnerschaft ist? Und warum wehrt sich eigentlich Wirtepräsident Ernst Bachmann (SVP, Zürich) gegen ein solches Gesetz, wenn doch nur die Läden, das heisst, seine Konkurrenz, betroffen sind? Weil die SVP-Ideologie sein Denken überflüssig macht oder ihn seine Lieferanten unter Druck setzen? Also auch er, wie wir alle Passivtrinker, ein Unfreier trotz mehr Freiheit und weniger Staat? Hermann T. Meyer, Effretikon Jugendliche beim Alkohol-Testkauf an einer Tankstelle. Foto: Beat Marti

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