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Privatklinik Lindberg: Neuer Direktor und neue Arztverträge

Die Privatklinikgruppe Genolier investiert fünf Millionen Franken, damit die Winterthurer Klinik weitermachen kann.

Von Susanne Anderegg Winterthur &endash Von 2007 bis 2010 hat die Klinik Lindberg jedes Jahr zwischen zweieinhalb und vier Millionen Franken Verlust geschrieben. Schuld war die Vorwärtsstrategie mit Notfallstation, Herzkatheterlabor und Operationsroboter Da Vinci: Die neuen Angebote wurden zu wenig genutzt. Im Mai hat die Westschweizer Privatklinikgruppe Genolier das Management der Klinik übernommen; sie besitzt eine Minderheitsbeteiligung von 49 Prozent. Nun investiert sie fünf Millionen Franken, um die Verluste zu decken und die Weiterführung sicherzustellen, wie sie gestern mitteilte. Der allgemeine Notfall und das Herzkatheterlabor sind bereits geschlossen worden (TA vom 3. 11.). Für den Roboter, mit dem vorab Urologen arbeiten, sucht man eine Lösung mit der Klinik Bethanien. Denkbar sei, dass er abwechselnd eine Woche in Winterthur und eine in Zürich eingesetzt wird, sagt Interimsdirektor Ayhan Güzelgün. Ehemaliger Eishockeytrainer Im Mai übergibt Güzelgün die Lindberg-Leitung an Ernst Bruderer. Dessen Karriere ist vielfältig: Handelslehrer am Wirtschaftsgymnasium Winterthur, Co-Trainer des EHC Kloten, Dozent an der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften und aktuell Direktor der Klinik Villa im Park in Rothrist. Genolier setzt in der Klinik Lindberg künftig auf vier Schwerpunkte: Gynäkologie und Geburtshilfe, Orthopädie, Bauchchirurgie und Übergewichts-Chirurgie. Für die Behandlung von Übergewichtigen, die das wichtigste Standbein der Klinik ist, will man zum Referenzzentrum mit internationaler Ausstrahlung werden. Aufgegeben wird das Fachgebiet Kardiologie. Das Herzkatheterlabor soll wenn möglich in eine andere Klinik von Genolier verlegt werden. Bisher fest angestellte Ärzte &endash circa 20 Prozent von 130 &endash sollen zu Belegärzten werden. Laut Güzelgün betrifft dies besonders das Team von Adipositas-Spezialist Fritz Horber sowie die Anästhesisten.

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