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Protest vor der Oper und im Internet

Der Abbau bei der Firma Studer stellt die Unia vor ungewohnte Probleme: Die Gewerkschaft muss gegen Manager antreten, die nur auf der Leinwand erscheinen.

Regensdorf/Zürich - Es ist der Kampf David gegen Goliath: Hier der kleine Betrieb aus Regensdorf, dort der Milliardenkonzern Harman aus den USA. Gestern ging er in eine neue Runde. Vor dem Zürcher Opernhaus demonstrierte die ganze Belegschaft gegen den Abbau von 35 der 100 Stellen. Seit 40 Jahren arbeitet die Tonabteilung der Oper mit Studer-Geräten. Doch wie lange noch? Die Auslagerung der Produktionsabteilung nach England komme mittelfristig dem Ende von Studer gleich, sagen selbst die Mitarbeitenden der Forschungsabteilung, die ihre Stelle in Regensdorf behalten dürfen.

Fraglich ist, wie viel die Verantwortlichen in den USA von den Demonstrationen mitbekommen. Die Ausgangslage sei neu für die Unia, sagt Unia-Gewerkschafter Roman Burger. «Wir mussten uns überlegen, wie wir diesen transkontinentalen Arbeitskampf führen können.» Die Lösung sieht Burger im Internet. In den nächsten Tagen richtet Unia einen Weblog ein, auf dem laufend über die Aktionen der Belegschaft und der Gewerkschaft in englischer Sprache informiert wird. Videos werden aufgeschaltet und Mitarbeitende beziehen in Englisch Stellung. (hz) Die Studer-Belegschaft erhofft sich durch die Streikaktion vor dem Zürcher Opernhaus mehr Öffentlichkeit. Foto: Sophie Stieger

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