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Rechtsextreme feierten Party im Schützenhaus Buchholz

100 bis 120 Gäste feierten am Samstag im Schützenhaus Buchholz eine Party. Es waren mehrheitlich Rechtsextreme. Die Polizei war vor Ort.

«Wir vermieten keine städtischen Räume an extremistische Gruppierungen», sagt Jörg Ganster, Abteilungsleiter Sicherheit der Stadt Uster. Dass am Samstagabend trotzdem Rechtsextreme und deren Sympathisanten im Schützenhaus eine Party feierten, erfuhren die Verantwortlichen erst, als die als Geburtstagsfest angemeldete Veranstaltung bereits lief. Ein Anwohner war misstrauisch geworden und hatte die Stadt darüber informiert, dass offenbar Skinheads im Schützenhaus verkehrten. Da sich unmittelbar neben dem Schützenhaus die Notunterkunft für Asylsuchende befindet, stieg der Adrenalinspiegel bei den Verantwortlichen offenbar ziemlich an. «Die Situation war brenzlig, wir mussten sofort handeln und abklären, was da lief», sagte Ganster.

Kantons- und Stadtpolizei wurden losgeschickt. Sie überprüften die Teilnehmer der Party, notierten sich Autonummern und hielten Ausschau nach nationalsozialistischen Symbolen. Aber weder die Musik noch das Auftreten der Rechten ergaben Hinweise darauf, dass ein Straftatbestand gemäss Antirassismusgesetz erfüllt worden wäre. Trotzdem blieb die Situation angespannt, weil Zusammenstösse mit Asylbewerbern nicht ausgeschlossen werden konnten. Die Polizei bleib vor Ort. Eingreifen musste sie nicht.

Laut Ganster war die Stadt von den Mietern getäuscht worden. «Hätten wir gewusst, dass sie der rechtsextremen Szene angehören, hätten wir ihnen den Raum nicht vermietet», sagt Ganster. Die Möglichkeit, Mieter im Voraus unter die Lupe zu nehmen, sei begrenzt. Als die Stadt im Juli vom Bleiberecht-Kollektiv mit falschen Angaben hinters Licht geführt wurde, kündigte die Stadt den Mietvertrag umgehend.

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