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Red Star Die vierte Gelbe Karte provoziert

Ihre Einwechslungen waren ungewöhnlich. Die Spieler Yves Scherrer, Dominik Fabbricatore und Joel Durand kamen am letzten Sonntag bei den Red-Star-Reserven gegen Wollishofen (3:1) zum Einsatz. Das Besondere: Alle drei standen bereits am Vortag in ihrem eigentlichen Team, im letzten Vorrundenspiel der Gruppe 5 in der 2. Liga interregional gegen Oerlikon/Polizei (0:1), in der Aufstellung. Normalerweise erhalten vor allem die Spieler, die nicht oder nur wenig zum Einsatz kamen, eine Klasse tiefer Praxis. «Wir schicken immer drei Spieler in die zweite Mannschaft. Das hat Tradition», sagt Trainer Giovanni Gargiulo zum Vorgehen. Der Grund für das überraschende Auflaufen war schnell ersichtlich &endash es ging darum, die 4. Gelbe Karte zu provozieren. Alle drei Akteure hätten bereits drei Verwarnungen und könnten mit einer weiteren Karte die damit fällige Sperre in der zweiten Mannschaft absitzen können. Denn der Tabellenvierte der Gruppe 2 bestreitet am Sonntag in Urdorf den letzten Match vor der Pause. Laut dem Regelwerk des Fussballverbandes der Region Zürich (FVRZ) kann die Sperre nur in derjenigen Mannschaft abgesessen werden, mit welcher der Spieler die letzte Verwarnung erhielt. «Ich hätte drei weitere Spieler mit drei Gelben Karten gehabt», rechtfertigt sich Gargiulo. «Beim Zeitpunkt ihrer Einwechslungen stand es zudem 2:1. Von da an hatte Wollishofen keine Chance mehr.» Der Coup ist gelungen: Scherrer, Fabbricatore und Durand erreichten bei ihrem rund 30-minütigen Einsatz ihr Ziel &endash seit Mittwochmittag figurieren sie auf der Suspensionsliste beim FVRZ. Die drei Stammkräfte dürfen sich damit drei weitere Verwarnungen ohne Konsequenzen leisten. Die nächste Sperre ist erst nach der 8. Gelben Karte fällig. Der Schachzug von Red Star kann nun nur noch durch eine Verschiebung des letzten Spiels ins neue Jahr scheitern. Diese Möglichkeit ist aber gering. Das Wetter soll gemäss den Prognosen in den nächsten Tagen stabil bleiben. So wird wohl am Sonntag auf dem Sportplatz Chlösterli &endash auf dem bei zweifelhaften Bedingungen gerne einmal eine Partie abgesagt wird &endash gespielt. (dsc)

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