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Red Star überwintert auf Rang 1

Die frühere Nummer 3 im Stadtzürcher Fussball ist wieder auf Erfolgskurs. Der Traditionsverein wird die Rückrunde in der Gruppe 5 der 2. Liga interregional als Leader in Angriff nehmen.

Von Ueli Zoss, Küsnacht Zum Sprung auf Platz 1 trug Red Star mit dem 2:1-Erfolg in Küsnacht das Seinige bei. Nach Spielschluss holte Trainer Giovanni Gargiulo die Gratulationen von Marcel Cornioley ab. «Das war eine sehr gute Hinrunde», fasste der mitgereiste Vereinspräsident zusammen. Die beiden hatten zu diesem Zeitpunkt noch nicht Kenntnis davon, dass die 13. und letzte Runde vor der Winterpause ganz nach dem Geschmack des Vereins von der Allmend Brunau lief. Der bisherige Leader Höngg verlor in Schöftland deutlich 1:4 (siehe Kasten), und auch Verfolger Kosova büsste beim 1:1 auswärts gegen Aufsteiger Wettswil-Bonstetten Punkte ein. Auch wenn Gargiulo von seinem Glück gewusst hätte – seine Einschätzung für den weiteren Saisonverlauf wäre vermutlich gleich geblieben: «Die Winterpause ist im Amateurbereich zu lang, um jetzt schon zu sagen, wie es im kommenden Frühling aussehen wird», sagte der Trainer. Seine Mannschaft werde aber auf jeden Fall fit in die Rückrunde steigen, versicherte er. Zur Vorbereitung geht es in wärmere Gefilde. Die Reise für das zehntägige Trainingslager in der Dominikanischen Republik ist gebucht. «Weil wir keine Prämien zahlen, ist das eine Belohnung für die Spieler», so Gargiulo. Wieder im Fahrstuhl nach oben Vom Aufstieg in die 1. Liga will Gargiulo zwar nichts hören, aber unter seinen Fittichen erinnert Red Star wieder an frühere Glanzzeiten. Viermal in den vergangenen elf Jahren erreichte das Fanionteam die Aufstiegsspiele zur Challenge League, letztmals in der Saison 2006/07. Jürgen Seeberger, der heute die Reserven des VfB Stuttgart betreut, und Uli Forte, den es via Wil nach St. Gallen zog, hiessen die damaligen Erfolgsgaranten. Unter der Walliser Legende Georges Bregy holten die Stadtzürcher 2008/09 aber in elf Spielen nur einen einzigen Punkt und stiegen Ende Saison in die 2. Liga interregional ab. Seither ist YF Juventus die Nummer 3 in Zürich. Fast drohte in der ersten Saison mit Gargiulo der Fall in die regionale 2. Liga, den erst ein imposanter Schlussspurt abwendete. Was läuft nun besser als vor Jahresfrist? «Die Mannschaft hat halt einen guten Trainer», sagt Gargiulo mit einem Lächeln. «Im Ernst: Wir haben im Kader neun Spieler mit Jahrgang 1990 und jünger. Sie zu integrieren, brauchte Zeit. Wir werden weiterhin auf den eigenen Nachwuchs setzen.» Gegen Küsnacht kam es für Gargiulo zu einem Wiedersehen mit seinem ehemaligen Verein, mit dem er vor zweieinhalb Jahren von der 1. Liga in die 2. Liga interregional abgestiegen war. «Ich war zu wenig lang beim FCK, als dass dieser Match für mich besonders war», sagte er. Aber er freute sich trotzdem diebisch über die drei aus dem Heslibach entführten Punkte. Eine Geste mit Symbolcharakter: Giovanni Gargiulos Red Star geht als Gruppenerster in die Winterpause. Foto: Daniel Kellenberger

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