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Regensberg beherbergte einst Hollywood

Der neue James-Bond-Film feierte eben Weltpremiere. Eine Hauptrolle bei 007 spielte öfters die Schweiz. Auch Regensberg soll einmal Schauplatz gewesen sein für einen Agenteneinsatz.

James Bond in Regensberg? An was man sich in der Gemeinde erinnert: Ein Schönling stolzierte einst durchs Städtli. Im Restaurant Kronen bei der Oberburg nahm er Platz und ass etwas – verfolgt von den Kameras einer 200-köpfigen Filmcrew aus Hollywood, die sich für einen Tag in Regensberg niedergelassen hatte. Und dann kam es zu einer Verfolgungsszene, wie es sich für einen richtigen Agententhriller gehört. Die Statistenszene, in der einige Regensberger mitgewirkt hatten, wurde später gestrichen. Das Wetter war zu schlecht geworden.

Die Schweiz als Lieblingsschauplatz

Das dieser Tage erschienene Buch «James Bond und die Schweiz» von Michael Marti und Peter Wälty zeigt die grosse Liebe des Bond-Vaters Ian Fleming zur Schweiz und erläutert, weshalb dieses Land öfters Schauplatz war in der Saga des Superagenten 007. Die Mutthorn-Hütte im Berner Oberland zum Beispiel, die Haarnadelkurven in Lauterbrunnen. Oder die unvergessliche Zugfahrt durch den Simplontunnel in «From Russia With Love», als ein Killer Bond und seine russische Begleiterin liquidieren will. Warum also nicht auch Regensberg?

Doch Christa Schäfer aus Regensberg weiss es schliesslich besser. Als Inhaberin des Restaurants, in dem der Agent damals sein Essen zu sich nahm, ist ihr der Tag im Jahr 1988 noch gut in Erinnerung, als Hollywood ins Städtchen eingezogen war. Ebenso in Erinnerung ist ihr der gutaussehende Agent, der zu ihr gesagt haben soll: Regensberg sei «lovely», und er mache dereinst Ferien hier. Nur war es nicht Roger Moore oder Sean Connery, der so charmant säuselte, sondern der nicht weniger berühmte Richard Chamberlain, vielen bekannt aus der australisch-US-amerikanischen Fernsehserie «Die Dornenvögel», wo er in den 80er-Jahren den schmachtenden Pater Ralph de Bricassart mimte. In Regensberg spielte der Amerikaner Chamberlain im Agentenfilm «The Bourne Identity» (zu Deutsch: «Agent ohne Namen») den Actionhelden Jason Bourne. Als Vorlage diente der gleichnamige Bestseller von Robert Ludlum, der bekanntlich anhand seines Protagonisten das Agentenleben realistischer zeigen wollte als es Fleming mit seinem James Bond getan hatte. Von «The Bourne Identity» gab es im Jahr 2002 eine Neuverfilmung mit Matt Damon in der Hauptrolle – Regensberg spielte darin aber keine Rolle mehr.

Im Streifen mit Richard Chamberlain hatte das Städtchen seinen grossen Auftritt – auch wenn es im fertigen Film nur drei Minuten waren. Für die Regensberger allemal eine lebenslange Erinnerung.

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