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184 Personen wegen Menschenhandel in Zürich betreut

Die Interventionsstelle für Opfer von Frauenhandel in Zürich hat letztes Jahr 184 Personen betreut. Erstmals ist auch ein Mann begleitet worden.

Von 128 Opfern haben 68 eine Anzeige gegen die Täter erstattet. 19 Frauen arbeiteten mit den Behörden zusammen, ohne Anzeige zu erstatten. 38 Frauen entschieden sich gegen eine Zusammenarbeit mit den Behörden. Bei drei Personen gab es entweder kein Verfahren oder es war bis Ende Jahr abgeschlossen.

56 Prozent der Opfer stammen aus osteuropäischen Ländern, vor allem aus Ungarn und Rumänien. 16 Prozent der Opfer sind aus Asien, vor allem aus Thailand. Aus Lateinamerika waren 14 Prozent der Fälle zu verzeichnen, Brasilien und die Dominikanischen Republik an der Spitze der Tabelle. 12 Prozent der Fälle kommen aus Afrika.

Mehr als 60 Prozent der Fälle waren aus der Stadt Zürich, es wurden vor allem Frauen aus Ungarn unterstützt. Ein Teil dieser Frauen war legal in der Schweiz - gemäss Mitteilung eine neue Entwicklung. Rund 60 Prozent der begleiteten Frauen waren zwischen 18 und 27 Jahre alt, ein Mädchen war minderjährig.

Erstmals Mann begleitet

Erstmals wurde letztes Jahr ein Mann begleitet, der Opfer von Menschenhandel wurde. Im kommenden Jahr will die Interventionsstelle darüber diskutieren, wie das in Zukunft gehandhabt wird.

Für die Opfer von Frauenhandel betreibt das Fraueninformationszentrum für Frauen aus Afrika, Asien, Lateinamerika und Osteuropa (FIZ) die spezialisierte Beratungsstelle FIZ Makasi.

In der Beratungsstelle für Migrantinnen wurden insgesamt 469 Frauen beraten. Zielgruppen waren Migrantinnen mit ausländerrechtlichen Problemen, Cabaret-Tänzerinnen, Opfer häuslicher Gewalt und Prostituierte.

SDA/ep

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