22 Urnen aus dem Zürichsee geborgen

Heute hat der Kanton Zürich 22 weiter Urnen aus dem See bei Küsnacht gehoben. Damit will man neugierigen Tauchtouristen zuvorkommen.

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Gestern Dienstag hiess es noch, die Urnen im Zürichsee vor Küsnacht bleiben unangetastet. Das sagte die zuständige Baudirektion gegenüber Tagesanzeiger.ch/Newsnet. Heute Mittwoch war alles anders: Taucher bargen die 22 Urnen, die noch im Wasser lagen. Am Sonntag hatte die Küsnachter Seerettung bereits 13 der Tongefässe geborgen.

«Wir wollten die Urnen im See belassen, bis über das weitere Vorgehen entschieden ist, sagt Wolfang Bollack», Sprecher der Baudirektion auf Anfrage. «Nach der breiten Medienberichterstattung haben wir uns heute früh aber entschieden, die Urnen zu heben», sagt Wolfgang Bollack. Spätestens nachdem das Schweizer Fernsehen einen Taucher mit Kamera losschickte, musste die Baudirektion befürchten, «dass die Urnen Tauchtouristen anziehen», wie Bollack weiter sagt.

«Der würdige Umgang mit den sterblichen Überresten von Menschen hat oberste Priorität», sagt Bollack weiter. Deshalb werden die gehobenen Urnen nun an einem würdigen Ort aufbewahrt. Was danach mit den Urnen geschieht, wird die Baudirektion laut Bollack nun in Ruhe und in Absprache mit den Beteiligten entscheiden.

Erstellt: 21.04.2010, 17:18 Uhr

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