2300 neue Betreuungsplätze für Kinder

Im Kanton Zürich ist die Zahl der Betreuungsplätze für Kinder innert 4 Jahren um knapp 3 Prozent gewachsen. Im letzten Jahr gab es 30'000 Plätze – 2300 mehr als im Vorjahr.

Gesamtindex 2007: Kinderbetreuungsangebot der Gemeinden im Kanton Zürich (Grafik: Statistisches Amt des Kantons Zürich)

Gesamtindex 2007: Kinderbetreuungsangebot der Gemeinden im Kanton Zürich (Grafik: Statistisches Amt des Kantons Zürich)

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Der aktuelle Kinderbetreuungsindex errechnet für das Jahr 2007 im Kanton Zürich 30'100 Betreuungsplätze aus. Das sind 2300 Plätze mehr als im Vorjahr. Von den neu entstandenen Plätzen entfallen 1500 auf den Vorschulbereich und 800 auf den Schulbereich. Bei knapp 180 000 Kindern kommt auf jedes neunte Kind ein Betreuungsplatz. Dies teilte die Direktion der Justiz und des Innern am Dienstag mit.

Mit dem Ausbau des Betreuungsangebots ist auch der Versorgungsgrad weiter gestiegen: Im Kanton Zürich kommt auf jedes neunte Kind ein Betreuungsplatz. Der Versorgungsgrad liegt bei 10,9 Prozent. Das sind 2,8 Prozent mehr als noch 2004, dem Zeitpunkt der ersten Erhebung zum Betreuungsangebot.

733 Franken pro Kind

Die Unterstützung durch die öffentliche Hand hat sich kaum verändert: Etwas mehr als 130 Millionen Franken - 733 Franken pro Kind - werden von den Gemeinden für familienergänzende Betreuung ausgegeben. Vor vier Jahren betrugen die Ausgaben der Gemeinden noch 630 Franken pro Kind, total also 113 Millionen Franken.

Die Anzahl Angebote pro Betreuungsart ergibt folgendes Bild: 2007 wurden knapp 1400 Angebote für Kinder zwischen 0 und 13 Jahren gezählt. Rund die Hälfte aller Angebote bestehen im Schulbereich (Horte, Mittagstische, Schülerclubs), 30 Prozent im Vorschulbereich (Voll- und Teilzeitkinderkrippen). Die übrigen 20 Prozent sind Angebote von Tagesfamilien.

Stadt Zürich mit über 1000 neuen Plätzen

Der Anstieg der Plätze ist vor allem auf den Ausbau des Betreuungsangebots in der Stadt Zürich zurückzuführen. Die Umsetzung des Massnahmenplans der Stadt Zürich 2007 führte allein im Vorschulbereich zu beinahe 1000 neuen Plätzen. Ebenfalls überdurchschnittlich gestiegen ist das Platzangebot im Unterland und dem Glatttal.

Das Stadt-Land-Gefälle ist allerdings nach wie vor gross. Auf die beiden Städte Zürich und Winterthur fallen 60 Prozent der Plätze. In Zürich und Winterthur wird somit für jedes fünfte Kind ein familien- und schulergänzender Betreuungsplatz angeboten.

3000 Plätze für 134 Gemeinden

Weitere 30 Prozent der Plätze werden in rund 20 Prozent der Zürcher Gemeinden angeboten. Diese 35 Gemeinden, die fast ausschliesslich in den Regionen Zimmerberg, Pfannenstiel und Glatttal liegen, bieten für jedes elfte Kind einen Betreuungsplatz an. Die übrigen 134 Gemeinden teilen sich die restlichen 10 Prozent oder gut 3000 der verfügbaren Plätze im Kanton Zürich.

Auch wenn in vielen eher kleinen Gemeinden die Betreuung der Kinder innerhalb der Familie oder zwischen den ortsansässigen Familien organisiert wird, ist laut Communiqué das ergänzende Betreuungsangebot ein zunehmend wichtiger Standortfaktor für berufstätige Eltern. (ep/sda)

Erstellt: 30.09.2008, 11:56 Uhr

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