24-Stunden-Alkoholverkauf im Niederdorf bewilligt

Der Zürcher Stadtrat erlaubt einem umstrittenen neuen Laden, rund um die Uhr geöffnet zu haben. Die Kunden müssten aber das Ruhebedürfnis der Anwohner respektieren.

Anwohner befürchten, dass die Polizei hier bald wieder wegen Nachtruhestörung vorbeischauen muss: Die ehemalige Jamarico-Filiale im Niederdorf. Bild: Patrick Hürlimann

Anwohner befürchten, dass die Polizei hier bald wieder wegen Nachtruhestörung vorbeischauen muss: Die ehemalige Jamarico-Filiale im Niederdorf. Bild: Patrick Hürlimann

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In die Räume der ehemaligen ­Jamarico-Kleiderboutique an der Niederdorfstrasse 51 kann ein Lebensmittelladen einziehen. Die Bausektion des Stadtrats hat die Bewilligung erteilt, wie aus dem vom 10. März datierten Beschluss hervorgeht. Das Spezielle am geplanten Geschäft mitten im Dörfli: Es wird rund um die Uhr geöffnet sein und auch Alkohol verkaufen.

Die von den Stadträten André Odermatt (SP), Filippo Leutenegger und Andres Türler (beide FDP) unterzeichnete Bewilligung ist mit gewissen Auflagen verbunden. So sind in der Zeit zwischen 20 Uhr abends und 7 Uhr morgens vor dem Laden im Freien keine lärmigen Aufräum-, Entsorgungs- und Reinigungsarbeiten erlaubt. Zudem muss die Kundschaft «in geeigneter Weise auf das Ruhebedürfnis der Anwohnerschaft» aufmerksam gemacht werden, zumindest während der gesetzlichen Nachtruhe.

Gegebenenfalls habe eine Person für Ruhe und Ordnung im Freien zu sorgen, heisst es im Bauentscheid. Im Freien dürfen zudem keine Lautsprecher- und Verstärkeranlagen betrieben werden. Der Stadtrat warnt: «Im Fall berechtigter Lärmklagen bleibt die Anordnung zusätzlicher baulicher und/oder betrieblicher Massnahmen, insbesondere eine Reduktion der Öffnungszeiten, vorbehalten.»

Bedenken im Quartier

Beim Quartierverein Zürich 1 rechts der Limmat sind die Bedenken angesichts der 24-Stunden-Betriebszeiten und des geplanten Verkaufs von Alkoholika gross, wie sich nach Bekanntwerden der Pläne Ende Januar zeigte. Ob die Baubewilligung angefochten wird, ist offen, wie Quartiervereinspräsident Peter Rothenhäusler gestern sagte. Man werde das Projekt auf jeden Fall sehr kritisch im Auge behalten. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 19.03.2015, 10:53 Uhr

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