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250-Tonnen-Stein droht umzukippen

Die anhaltenden Regenfälle können den sechs Meter hohen Nagelfluhbrocken im Küsnachter Tobel in Bewegung bringen. Deshalb wird das 100 Kubikmeter grosse Gesteinsstück abgebaut.

Trügerisches Idyll: Im Küsnachter Tobel stürzte ein tonnenschwerer Nagelfluhbrocken auf einen Wanderweg. (April 2013)
Trügerisches Idyll: Im Küsnachter Tobel stürzte ein tonnenschwerer Nagelfluhbrocken auf einen Wanderweg. (April 2013)
Doris Fanconi
Aufräumarbeiten: Ein Bagger befreit den Weg von Ästen, die der riesige Brocken heruntergerissen hat. (April 2013)
Aufräumarbeiten: Ein Bagger befreit den Weg von Ästen, die der riesige Brocken heruntergerissen hat. (April 2013)
Doris Fanconi
Gefahrenzone: Wegen der Aufräumarbeiten musste die Absturzstelle weitgehend abgesperrt werden. (April 2013)
Gefahrenzone: Wegen der Aufräumarbeiten musste die Absturzstelle weitgehend abgesperrt werden. (April 2013)
Doris Fanconi
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Am 23. April stürzte ein riesiger Gesteinsbrocken ins Küsnachter Tobel und blieb auf dem Weg liegen. Nun droht das 250 Tonnen schwere Gebilde umzukippen. Der Gemeinderat von Küsnacht hat deshalb beschlossen, den Fels aus Sicherheitsgründen abzubauen.

Die Zerkleinerung des sechs Meter hohen und etwa 100 Kubikmeter grossen Gesteinsstücks beginnt am 10. Juni. Zur Erinnerung an den spektakulären Felssturz werde ein kompakter Kernstein des etwa 70 Meter in die Tiefe gestürzten Brockens am Ort belassen und mit einer Hinweistafel versehen, heisst es in der Mitteilung.

Seit dem Felssturz haben die ausgiebigen Niederschläge am abgebrochenen Nagelfluhbrocken Spuren hinterlassen. An der Ostseite bildete sich gemäss Mitteilung ein sichtbarer Riss. Es müsse befürchtet werden, dass die unmittelbar am Bachufer zum Stillstand gekommene Steinmasse unterspült werde und ins Bachbett umkippe.

Versicherung zahlt nicht

Der Gemeinderat habe deshalb gestützt auf eine neue geologische Beurteilung im Interesse der Sicherheit entschieden, den Stein zu zerkleinern und das Bruchmaterial so weit wie möglich in der Nähe zu verbauen. Um Waldstrassen zu schonen – und aus Kostengründen –, will die Gemeinde möglichst wenig Material abführen.

Die Kosten für Abbruch und Transport werden auf 15'000 bis 20'000 Franken geschätzt. Weil es sich um ein Naturereignis handelt, kommt die Versicherung nicht dafür auf. Im Hinblick auf die Abbrucharbeiten wird der Wanderweg provisorisch in östlicher Richtung verlegt.

SDA/ep

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