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300-Meter-Bilder am Zürcher Himmel

150 Drohnen werden am Züri-Fäscht für Spektakel sorgen. Ein Team von Technikern kümmert sich um die Feinabstimmung.

Noch warten sie am Boden auf ihren Einsatz: Die Drohnen auf dem Ponton im Seebecken.
Noch warten sie am Boden auf ihren Einsatz: Die Drohnen auf dem Ponton im Seebecken.
Andrea Zahler

Da stehen sie in Reih und Glied auf einem Ponton im Seebecken, 150 weisse und rote Drohnen, und scheinen ungeduldig auf den ersten Einsatz zu warten. Manche blinken vor sich hin. Doch noch dürfen sie nicht in die Luft. Drei Techniker gehen geschäftig auf der Plattform umher, manchmal leuchtet eine Drohne rot oder grün, dann legt ein Techniker sie auf die Seite.

Stuart Fairhurst, Technischer Direktor der Firma Skymagic, beobachtet das Geschehen und versucht gleichzeitig, den Journalisten in seinem Schlepptau zu erklären, was hier gerade passiert: Die Drohnen werden kalibriert. Vereinfacht gesagt, prüfen die Techniker, ob die Drohne ihre Lage in der Luft richtig meldet und ob der interne Kompass auch wirklich dort Norden anzeigt, wo Norden ist. Das sei hier, auf dem schwimmenden Ponton, nicht ganz einfach, sagt Fairhurst, denn die Plattform besteht aus Stahl: «Das kann die Kompassnadel ablenken.»

Lichterballett in luftiger Höhe

Die Kalibrierung ist zentral. Vier Shows werden die 150 Drohnen am Züri-Fäscht fliegen und dabei bis zu 300 Meter breite, dreidimensionale Bilder in den Nachthimmel zaubern. Das Spezielle daran: Die Zuschauer sehen nur die an den Drohnen angebrachten Lichter, Lichter, die sich wie von Zauberhand schweben, die auftauchen, die Farbe wechseln und wieder verschwinden.

Gesteuert werden die Drohnen von einer zentralen Einheit, das Programm läuft automatisch. Und wenn eine Drohne nicht richtig funktioniert? «Dann erkennt sie das und fliegt automatisch zurück», sagt Fairhurst. Dennoch wird er während jeder Show auf dem Ponton sein und die Bewegungen der Fluggeräte am Bildschirm verfolgen, um notfalls eingreifen zu können.

150 dieser Biester werden ein Luftballett vorführen. Foto: Andrea Zahler
150 dieser Biester werden ein Luftballett vorführen. Foto: Andrea Zahler

Rund sieben Minuten dauert eine Show, viel mehr gibt der Akku in den Drohnen nicht her. Auch so ist der logistische Aufwand riesig: Zwischen den Shows müssen sämtliche Akkus ausgewechselt werden. Geladen werden können diese nur an Land. Stellt sich die Frage, ob die Drohnen dereinst das traditionelle Feuerwerk ersetzen können. Fairhurst lacht: «Die Feuerwerker haben da eine etwas andere Meinung als wir. Aber im Ernst: Warum sollen wir Konkurrenz sein? Viel besser ist es, wenn wir zusammenarbeiten.»

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