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50 Franken pro Monat für den Hausschlüssel

Die Spitex Winterthur will ab Juni Geld für die Aufbewahrung der Hausschlüssel ihrer Kunden, weil dies viel Aufwand verursache. In Zürich sieht man dies anders.

In Winterthur müssen Kunden der Spitex ab Juni 50 Franken pro Monat für die Aufbewahrung der Wohnungsschlüssel durch die Pflegeorganisation bezahlen. (Im Bild: Spitex-Mitarbeiterin und Kunde im Emmental)
In Winterthur müssen Kunden der Spitex ab Juni 50 Franken pro Monat für die Aufbewahrung der Wohnungsschlüssel durch die Pflegeorganisation bezahlen. (Im Bild: Spitex-Mitarbeiterin und Kunde im Emmental)
Gaetan Bally, Keystone
Heidi Kropf-Walter, Bereichsleiterin Alter und Pflege, sagt, durch die sichere Aufbewahrung der Schlüssel entstehe «ein beträchtlicher Aufwand». Durch eine Kalkulation sei man auf die monatlich 50 Franken pro Kunde gekommen, die «verursachergerecht weitergegeben werden» müssten. Eine Alternative sei ein elektronisches Zugangssystem, welches weniger teuer sei.
Heidi Kropf-Walter, Bereichsleiterin Alter und Pflege, sagt, durch die sichere Aufbewahrung der Schlüssel entstehe «ein beträchtlicher Aufwand». Durch eine Kalkulation sei man auf die monatlich 50 Franken pro Kunde gekommen, die «verursachergerecht weitergegeben werden» müssten. Eine Alternative sei ein elektronisches Zugangssystem, welches weniger teuer sei.
Gaetan Bally, Keystone
Jeiziner kann sich vorstellen, dass die 600 Franken jährlich für Spitex-Kunden mit geringen Renten zum Problem werden könnten, weil keine Krankenkasse diese Kosten übernehme. Laut Bereichsleiterin Kropf-Walter will man in Winterthur nun seine Kunden genau beraten – auch in Bezug auf Ergänzungsleistungen. Würden die Zusatzkosten nämlich zum existenziellen Problem, hätten die Kunden ein Anrecht darauf. (Im Bild: Spitex-Mitarbeiterin und Kundin im Emmental)
Jeiziner kann sich vorstellen, dass die 600 Franken jährlich für Spitex-Kunden mit geringen Renten zum Problem werden könnten, weil keine Krankenkasse diese Kosten übernehme. Laut Bereichsleiterin Kropf-Walter will man in Winterthur nun seine Kunden genau beraten – auch in Bezug auf Ergänzungsleistungen. Würden die Zusatzkosten nämlich zum existenziellen Problem, hätten die Kunden ein Anrecht darauf. (Im Bild: Spitex-Mitarbeiterin und Kundin im Emmental)
Gaetan Bally, Keystone
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Die Spitex der Stadt Winterthur führt neu eine Gebühr für die Schlüsselaufbewahrung ihrer Kunden ein. 50 Franken pro Monat muss bezahlen, wer weiterhin seinen Zweitschlüssel bei der Spitex einlagert, damit deren Mitarbeiter Zugang zu Wohnungen bekommen, wie der «Landbote» berichtet.

Heidi Kropf-Walter, Bereichsleiterin Alter und Pflege der Stadt Winterthur, sagt gegenüber Redaktion Tamedia, dass die Spitex rund 300 Schlüssel sicher aufbewahren müsse: «Wir haben hierzu eine Kalkulation gemacht und konnten den Aufwand mit 50 Franken pro Monat und Kunde beziffern.» Kropf-Walter gibt an, dass man mit der Änderung aber noch bis Juni warten wolle, um die betroffenen Kunden beraten zu können. «Für uns wäre es interessant, wenn möglichst viele Kunden auf ein elektrisches Zugangssystem umsteigen würden.» Dieses käme beide Seiten günstiger als die Schlüsselaufbewahrung. Eine Installation des Zugangs mit Zahlencode schlage mit etwa 300 Franken zu Buche. «Die weitere Miete kostet dann etwa 120 Franken pro Jahr.»

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