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5359 Wohnungen stehen leer

Der Anteil freier Wohnungen im Kanton ist um knapp 30 Prozent gestiegen. In der Stadt Zürich haben sie sich fast verdoppelt – vor allem in einem Segment.

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Begehrt und selten frei: Eine neue Wohnung in Zürich.
Begehrt und selten frei: Eine neue Wohnung in Zürich.
Keystone

In diesem Jahr hat sich die Zahl leer stehender Wohnungen im Kanton Zürich deutlich erhöht. Wie Stadt und Kanton mitteilen, standen am 1. Juni 5359 Wohnungen leer. Das sind 1191 mehr als im Vorjahr, was einem Anstieg von fast 30 Prozent entspricht.

Der Leerwohnungsanteil beläuft sich damit auf 0,76 Prozent, nachdem er im Vorjahr bei 0,61 Prozent lag. Auch in der Stadt Zürich haben sich die Leerstände erhöht; mit 471 leeren Wohnungen ist fast eine Verdoppelung zu verzeichnen. Wohnungssuchende haben es trotzdem nicht leichter. Die Leerstandsquote liegt mit 0,22 Prozent immer noch tief. Für viele kommt erschwerend hinzu, dass die Leerstände in der Stadt vor allem teure Objekte betreffen.

Neubauten wirken sich aus

Grund für die Veränderung bei den Leerwohnungen ist die starke Bautätigkeit der letzten Jahre. Sie beginnt, sich auch in der Stadt Zürich auf den Wohnungsleerstand auszuwirken. In praktisch jedem Stadtkreis lässt sich eine Erhöhung feststellen, wie es in der Mitteilung heisst.

Besonders angestiegen ist der Leerstand im Escher-Wyss-Quartier, wo in den letzten Jahren viele Wohnungen erstellt wurden. Gesamtstädtisch waren am 1. Juni noch 9 Prozent aller Neubauwohnungen aus dem Jahr 2014 nicht vermietet oder verkauft. Objekte von 2013 standen noch zu 3 Prozent leer, drei- bis fünfjährige Wohnungen zu 0,4 Prozent. Der mittlere Mietpreis leer stehender Objekte liegt bei 33 Franken pro Quadratmeter. Klar unter 30 Franken liegen die Quadratmeter-Mietpreise nur in den Kreisen 11 und 12.

Mit der Leerwohnungszählung wird jährlich die Zahl der Wohnungen ermittelt, die während kürzerer oder längerer Zeit leer stehen (siehe Box). Der Anstieg gegenüber dem letzten Jahr beruht auf einer – im Verhältnis zur Einwohnerentwicklung – relativ hohen Neubautätigkeit. Vor allem in den Städten führte dies 2014 zu einem Anstieg der Leerstände. Mit 0,76 Prozent bleibt die Leerstandsquote jedoch weiterhin auf moderatem Niveau.

Ungleiche Verteilung im Kanton

2014 überschreitet die Leerwohnungszahl im Kanton Zürich erstmals seit 2007 wieder die 5000er-Marke. Die Zunahme von insgesamt 1191 Wohnungen verteilt sich dabei nicht gleichmässig auf den Kanton.

95 Prozent der Leerwohnungszunahme entfallen auf die Regionen Zürich, Zimmerberg, Oberland und Glattal. Die Leerstandsquote steigt in diesen Regionen von 0,49 auf 0,76 Prozent, während sie im Weinland von 1,02 auf 0,84 Prozent sinkt. Im übrigen Kanton bleibt der Leerstand weitgehend konstant.

Insgesamt befinden sich 63 Prozent aller Leerwohnungen in städtischen Gemeinden mit über 10'000 Einwohnerinnen und Einwohnern, auf die zudem 84 Prozent des Leerwohnungszuwachses entfallen. In einzelnen Gemeinden schlagen sich grössere Bauprojekte in steigenden Leerwohnungszahlen nieder. Insgesamt entspricht der Leerstandsanteil der Neubauwohnungen mit 19 Prozent jedoch dem Wert der letzten drei Jahre.

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