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600 Zugpassagiere in Sihlbrugg evakuiert

Ein Eurocity-Zug ist in der letzten Nacht zwischen Baar und Horgen steckengeblieben – mit Folgen für die Reisenden bis heute Morgen.

Nächtliche Evakuierung: Der Albistunnel auf der Sihlbrugger Seite . Archivbild: Manuela Matt
Nächtliche Evakuierung: Der Albistunnel auf der Sihlbrugger Seite . Archivbild: Manuela Matt

Eine Doppelzug-Komposition mit 600 Passagieren an Bord blieb am Sonntagabend kurz vor 19 Uhr stehen und legte den Streckenabschnitt zwischen Baar ZG und Horgen Oberdorf lahm, wie ein SBB-Sprecher auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA mitteilte.

Demnach hatten sich die Stromabnehmer der beiden Zugseinheiten in die Fahrleitung verwickelt. Die Ursache dafür war zunächst unklar. Ohne Reparatur auf dem Dach konnte der Zug nicht mehr bewegt werden. Die Reisenden mussten längere Zeit im Zug ausharren, bis Bahnspezialisten die defekte Fahrleitung sicherten und der Zug evakuiert werden konnte.

Umsteigen auf dem stillgelegten Bahnhof

Die Reisenden verliessen den Zug in Sihlbrugg auf dem ehemaligen Perron des nicht mehr betriebenen Bahnhofs. Sie stiegen danach auf einen Ersatzzug um. Dieser brachte sie via Zug und Knonauer Amt nach Zürich. Die Passagiere erreichten Zürich laut Angaben der SBB mit rund dreieinhalb Stunden Verspätung. Das Bahnunternehmen bat bei den betroffenen Reisenden um Entschuldigung für die lange Wartezeit und die ausserordentlichen Umstände.

Die Reparatur der Fahrleitung dauerten die ganze Nacht an. Der Eurocity-Zug wurde nach Rotkreuz ZG überführt und soll dann zu einem späteren Zeitpunkt zum Fahrzeughalter Trenitalia gebracht werden.

Störung erst um 8.20 Uhr behoben

Die Arbeiten am Montagmorgen dauerten länger als erwartet. Das führte dazu, dass der Pendlerverkehr erheblich beeinträchtigt wurde. Um 8.20 Uhr war die Störung behoben. Es müsse jedoch weiterhin mit Verspätungen und vereinzelten Zugausfällen gerechnet werden, teilten die SBB mit.

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