Der Fahrplan Richtung Velostadt

Filippo Leutenegger sagt, wie er den Volksentscheid für den Bau neuer Radwege in Zürich umsetzen will. Dabei spielen 100 Meter eine wichtige Rolle.

90 Millionen Franken fliessen in den kommenden 20 Jahren für bereits geplante Strecken und Lückenschliessungen bestehender kommunaler und regionaler Routen.


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Vor einem Monat haben die Zürcher an der Urne einen Rahmenkredit von 120 Millionen Franken für die Förderung des Veloverkehrs abgesegnet. Heute hat nun Stadtrat Filippo Leutenegger (FDP) den Medien präsentiert, wie die Pläne der Stadt für die kommenden drei Jahre aussehen.

Der Rahmenkredit soll grundsätzlich dem Ausbau der kommunalen Veloinfrastruktur dienen, so will es die Vorlage. Die Stadt will 90 Millionen Franken in den kommenden 20 Jahren für bereits geplante neue Strecken und Lückenschliessungen bestehender kommunaler und regionaler Routen investieren.

Die wichtigen Bahnhofzubringer

Weitere 30 Millionen Franken sollen für Velostationen und -abstellanlagen etwa an den Bahnhöfen eingesetzt werden. «Denn die Zweiräder dienen als wichtige Zubringer zu den Zürcher Bahnhöfen», sagte Leutenegger. Er stützt diese Aussage auf Untersuchungen, die zeigen, dass rund 20 Prozent aller Abfragen des elektronischen Veloroutenplaners an Bahnhöfen starten oder enden.

Neben den Veloabstellplätzen, die bereits im Bau sind, wie die Velostation Süd am Hauptbahnhof und in der Quartierverbindung im Bahnhof Oerlikon, sind weitere in Planung, etwa beim Stadttunnel im Hauptbahnhof mit 1100 bis 2200 Plätzen, oder werden derzeit evaluiert wie diejenigen beim Bahnhof Stadelhofen.

Kurzer Abschnitt – grosse Wirkung

Im kommunalen Velonetz sind in den nächsten drei Jahren drei Kilometer neue Routen geplant. Darunter sind Lückenschliessungen. Als Beispiel dafür nennt der Stadtrat rund 100 Meter am Giesshübelsteg. «Dieses zeigt, dass auch der Neubau kurzer Abschnitte eine grosse Wirkung haben kann.»

Leutenegger betonte, dass der Rahmenkredit ins kommunale Streckennetz und in die Abstellinfrastruktur einfliessen werde. «Parallel dazu wird der Masterplan Velo als Teil des regionalen Netzes weiter vorangetrieben, was über die Bau- oder Unterhaltspauschale des Kantons finanziert wird.» In den kommenden drei Jahren soll das regionale Routennetz um 3,8 Kilometer vergrössert werden. Zur Erweiterung gehören Strecken wie das Sihlquai und der zweite Teil der Lagerstrasse. (pia)

Erstellt: 14.07.2015, 11:25 Uhr

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