Aarau nach Ausschluss von FCZ-Fans sauer

Jüngsten Gewaltereignisse mit FCZ-Chaoten hat die Kantonspolizei Aargau veranlasst, dass beim nächsten Spiel in Aarau keine Gästefans zugelassen werden. Der FCA reagiert in einer Mitteilung frustriert.

Brennende Fackel aus dem FCZ-Sektor: Szene vom 12. April im St.Jakob-Park in Basel.

Brennende Fackel aus dem FCZ-Sektor: Szene vom 12. April im St.Jakob-Park in Basel. Bild: Keystone

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Die Bilder aus Basel sind noch sehr präsent. Vor knapp zwei Wochen haben Chaoten aus dem Umfeld des FC Zürich mit Pyros im Basler Stadion und Notbremse-Aktionen in den SBB-Zügen und anschliessenden Randalen negative Schlagzeilen gemacht.

Auf solche Bilder hat Aarau keine Lust. «Aufgrund akuter Sicherheitsbedenken» werden Gästefans deshalb am kommenden Samstag anlässlich der Partie FC Aarau - FC Zürich nicht ins Brügglifeld-Stadion gelassen, teilt die Kantonspolizei Aarau heute Donnerstagnachmittag mit. Ihre Risikobeurteilung habe ergeben, dass «im Umfeld dieses Fussballspiels mit einer schwerwiegenden und erheblichen Gefährdung der öffentlichen Sicherheit zu rechnen ist», wie die Polizei schreibt.

Die Kantonspolizei Aargau ruft die Anhänger des FC Zürich dazu auf, auf eine Reise nach Aarau zu verzichten. Die Polizei sei aber bereit, «nötigenfalls gegen Störer vorzugehen und diese strafrechtlich zur Verantwortung zu ziehen».

«Bedauern aus sportlichen Gründen»

Der FCZ selber hat auf diesen Entscheid reagiert und drückt in einer Medienmitteilung sein «Bedauern aus sportlichen Gründen» aus. «Er trifft vor allem alle diejenigen Fans, die sich korrekt verhalten und ihren Club unterstützen wollen. Andererseits haben die Ausschreitungen in Basel zu einer neuen Risikoanalyse bei den Sicherheitsverantwortlichen geführt», schreibt der Traditionsclub weiter und ergänzt: «Die Verantwortung dafür übernehmen müssen allein diese ‹sogenannten Fans›, die durch ihr skandalöses Verhalten am Spiel in Basel diese Kurvensperre in Aarau provoziert haben.» In dieser Mitteilung ruft der Verein seine Fans auf «die Verfügung der Kantonspolizei Aargau zu befolgen, um damit wieder zu einer Beruhigung der Fanszene beizutragen.»

Weniger Verständnis bringt Gastgeber Aarau auf. In einer Mitteilung drückt Geschäftsführer Robert Kamer seinen Unmut aus: «Der FC Aarau bedauert diesen Entscheid sehr. Dass das Verhalten einer kleinen Minderheit gewalttätiger Fans eine solche Verfügung provozieren kann, ist eine erschreckende Tatsache. Zudem werden friedfertige Fans des FC Zürich und des FC Aarau kollektiv bestraft.» Dieser Frust hat wohl aber auch finanzielle Gründe: Die Gästekurve umfasst 1000 Plätze, die jeweils à 27 Franken verkauft werden. Somit könnte dem Schlusslicht Einnahmen von 27'000 Franken durch die Lappen gehen. (pu/fas)

Erstellt: 23.04.2015, 19:40 Uhr

Artikel zum Thema

Polizeieinsatz nach Match Zürich gegen St. Gallen

In Altstetten zogen St. Gallen-Fans nach dem Match gegen den FCZ die Notbremse eines Extrazugs. Mehr...

Alle haben die Hosen voll

Nachspielzeit Die Ausschreitungen beim Spiel Basel - Zürich waren eine weitere Bankrotterklärung des Systems. Zum Blog

Ermittlungen nach Randale in Basel

«Verdacht auf Gefährdung des Leben»: Die Basler Strafverfolgung sucht nach Videos und Hinweisen. Mehr...

Dossiers

Das Ressort Zürich auf Twitter

Das Zürich-Team der Redaktion versorgt Sie hier mit Nachrichten aus Stadt und Kanton.

Paid Post

Neue Perspektiven der Schweiz erleben

Die Air Zermatt AG und der Autovermieter Hertz sorgen für eine sichere und erlebnisorientierte Mobilität, die neue Perspektiven eröffnet.

Kommentare

Werbung

Weiterbildung

Ausbildung & Weiterbildung Finden Sie die passende Weiterbildung Technischer Kaufmann, Deutsch lernen, Coaching Ausbildung, Präsentationstechnik, Persönlichkeitsentwicklung

Die Welt in Bildern

Reif für die Insel: Die philippinische Insel Boracay ist wieder für Touristen geöffnet. Sie war wegen Umweltprobleme geschlossen worden. Viele Hotels und Geschäfte sollen ihr Abwasser samt Fäkalien jahrelang ins Meer geleitet haben. Hier ist die vulkanische Formation Williy's Rock auf der Insel zu sehen. (16. Oktober 2018)
(Bild: EPA/Mark R. Cristino) Mehr...