Alexandra Sprünglis mysteriöser Tod

Die skandalumwitterte Witwe des Schokoladen-Königs Rudolph Sprüngli ist seit Anfang Jahr tot. Die Gerichtsmediziner tappen bezüglich ihres Todes im Dunkeln. Unklar ist auch, wer ihr Millionenvermögen erbt.

War einst als Heilerin und Beraterin tätig: Alexandra Sprüngli. (Bild: Screenshot «10vor10»)

War einst als Heilerin und Beraterin tätig: Alexandra Sprüngli. (Bild: Screenshot «10vor10»)

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Am 6. Januar 2012 fanden Bekannte die 63jährige Alexandra Sprüngli tot in der Badewanne ihres Feriendomizils in Arosa. Die Staatsanwaltschaft Graubünden liess den Todesfall der kerngesunden und vermögenden Frau durch Gerichtsmediziner untersuchen, berichtete die Sendung «10vor10». Die Staatsanwaltschaft teilte der Sendung schriftlich mit, dass während des Bades eine Bewusstseinsstörung eingetreten sei, welche zum Ertrinkungstod geführt habe.

Doch warum Alexandra Sprüngli das Bewusstsein verloren hat, bleibt unklar: «Auslöser dieser Bewusstseinsstörung dürfte am ehesten eine mittels Autopsie nicht nachgewiesene bzw. nicht nachweisbare innere Ursache gewesen sein», schreibt die Staatsanwaltschaft. Eine Beeinflussung durch toxikologisch relevante Substanzen könne ausgeschlossen werden. Auch hätten die polizeilichen Ermittlungen keine Hinweise auf eine Dritteinwirkung ergeben. Nähere Ausführungen wollte die Staatsanwaltschaft Graubünden nicht machen.

Skandalumwittertes Leben

Alexandra Sprüngli, mit bürgerlichem Namen Heidi Gantenbein, war als Heilerin und Beraterin tätig. Sie heiratete im Juli 1992 den um 28 Jahre älteren Schoggi-König Rudolph Sprüngli, der sich nach fast einem halben Jahrhundert Ehe von seiner damaligen Frau scheiden liess. Die Boulevardpresse hatte Alexandra Sprüngli zuvor als ehemaliges Callgirl und Erbschleicherin bezeichnet. Alexandra Sprüngli bewegte sich im Dunstkreis der dubiosen «I am»-Sekte. Sie soll versucht haben, andere Sektenmitglieder auf Kaderposten des milliardenschweren Schokoladenkonzerns zu platzieren.

Nur kleiner Kreis erfuhr vom Tod

Alexandra Sprüngli galt in den letzten Jahren als das spirituelle Oberhaupt einer Gemeinschaft, die sich den christlichen Glaubenssätzen, positivem Denken und der heilenden Kraft des Lichts verschrieben hat.

Über ihren Tod informierten enge Vertraute nur einen kleinen Kreis. Bis vor wenigen Tagen war selbst auf ihrer Homepage nichts von ihrem Ableben zu lesen.

Wer erbt die Millionen?

Am 8. Juni 2012 veröffentlichte das Amtsblatt des Kantons Zürich, dass Alexandra Sprüngli über ihren Nachlass verfügt und Erben eingesetzt hat. Wenn nun seitens der gesetzlichen Erben – Angehörige der grosselterlichen Verwandtschaft - innert Monatsfrist keine Einsprache erhoben wird, werden die von Alexandra Sprüngli eingesetzten Erben ihr Vermögen erhalten. (kpn)

Erstellt: 03.07.2012, 23:36 Uhr

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