Alt-Nationalrat Rudolf Reichling ist gestorben

Der ehemalige SVP-Nationalrat Rudolf Reichling war für die Partei eine prägende Figur. 1988 war der Stäfner der höchste Schweizer – 50 Jahre nach seinem Vater.

Im Alter von 90 Jahren gestorben: Ex-Nationalrat Rudolf Reichling.

Im Alter von 90 Jahren gestorben: Ex-Nationalrat Rudolf Reichling. Bild: parlament.ch

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Rudolf Reichling verstarb am vergangenen Sonntag im Alter von 90 Jahren an seinem Wohnort in Stäfa, wie aus der heute Mittwoch publizierten Todesanzeige der Familie hervorgeht.

Rudolf Reichling gehörte von 1975 bis 1991 dem Nationalrat an. 1987/88 wurde er - wie schon sein Vater Rudolf Reichling senior 50 Jahre zuvor - zum Nationalratspräsidenten gewählt. Von 1954 bis 1962 war er Gemeinderat in seiner Heimatgemeinde Stäfa. Von 1971 bis 1979 sass er für die SVP im Zürcher Kantonsrat

Vizepräsident am Anfang der Ära Blocher

Reichling junior war während Jahren eine der prägenden Figuren der Zürcher SVP. Unter anderem war er Vizepräsident der Kantonalpartei, als Christoph Blocher 1977 an die Spitze gewählt wurde.

Beruflich trat der studierte Agronom in die Fussstapfen seines Vaters und übernahm Ende der 1940er Jahre den elterlichen Rebbaubetrieb in Stäfa. Verbandspolitisch engagierte sich Reichling unter anderem als Präsident des Zentralverbandes schweizerischer Milchproduzenten, des Schweizer Heimatwerks und des Freilichtmuseums Ballenberg. Kulturell engagierte er sich als Präsident der Genossenschaft Theater Kanton Zürich.

Silber an den Olympischen Spielen

In jungen Jahren war Rudolf Reichling zudem ein ambitionierter Ruderer. An den Olympischen Spielen 1948 in London gewann er mit den «Zürcher Seeklüblern» die Silbermedaille im Vierer mit Steuermann. Für Reichling war dies eine grosse Enttäuschung. Das Schweizer Boot war haushoher Favorit, wurde jedoch im Endspurt von den Amerikanern geschlagen. (pu/sda)

Erstellt: 26.11.2014, 10:16 Uhr

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