Atlantis-Bewohner verdrängen Besetzer in der Binz

Die Studenten müssen aus dem ehemaligen Luxushotel Atlantis ausziehen. Für sie überbauen der Immobilienunternehmer Werner Hofmann und eine Basler Stiftung das Binz-Areal, wo seit 2006 Besetzer leben.

Paradies für Besetzer: Areal an der Uetlibergstrasse 111 (Aufnahme von 2009).

Paradies für Besetzer: Areal an der Uetlibergstrasse 111 (Aufnahme von 2009). Bild: Sophie Stieger

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Die kantonale Baudirektion hat entschieden, das 6000 Quadratmeter grosse Areal an der Uetlibergstrasse 111 in Zürich für 49 Jahre im Baurecht an Werner Hofmann beziehungsweise seine Tescon AG sowie an die Stiftung Abendrot zu vergeben. Das Projekt, das aus einem Investorenwettbewerb des Immobilienamts hervorgegangen ist, bietet rund 330 Personen «günstigen Wohnraum» und werde zudem Kunstateliers, Gastronomie und Hotellerie beinhalten, schreibt das kantonale Immobilienamt.

Im vergangenen Herbst hat das kantonale Immobilienamt im Auftrag der Baudirektion in einem Einladungsverfahren einen Investorenwettbewerb durchgeführt. Ziel war es, im Baurecht einen Unternehmer zu finden, dessen Projekt rund 180 Studios für das Personal des Universitätsspitals umfasst. Nebst weiteren Vorgaben musste das Projekt auch einen marktüblichen Baurechtszins beinhalten.

«Besetzer ohne Rechtsansprüche»

Den Wettbewerb gewonnen hat das gemeinsame Projekt der Tescon AG aus Buchs und der Basler Pensionskasse Stiftung Abendrot. Der Zeitplan sieht vor, dass die Altlastenuntersuchungen und die Altlastensanierung bis im ersten Halbjahr 2013 abgeschlossen sind. Parallel dazu findet ein Projektwettbewerb sowie die Planung und Projektierung statt. Ziel ist es, im zweiten Semester 2013 mit den Bauarbeiten beginnen zu können, so dass diese 2015 abgeschlossen werden können.

Seit Mai 2006 sind die Fabrikgebäude an der Uetlibergstrasse 111 in Zürich illegal besetzt. Die Hausbesetzer, die über keine Rechtsansprüche verfügen, leisten dem Kanton einen Unkostenbeitrag. Die Hausbesetzung wird deshalb bis zum Beginn der notwendigen Altlastensanierung geduldet.

Erstellt: 29.02.2012, 14:37 Uhr

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