Auch die Rega lärmt in Dübendorf

Ende 2009 fällt voraussichtlich der Entscheid über die zukünftige Verwendung des Militärflugplatzes Dübendorf durch die Armee. Die Rega, die vor fünf Jahren nach Dübendorf zügelte, sieht der Entwicklung dennoch gelassen entgegen.

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Den Anwohnern in Dübendorf droht wieder mehr Lärm durch die Armee – zusätzlich zum Flugbetrieb der Rega. Müssen Sie sich für Ihre Einsätze rechtfertigen?
Die Basis in Dübendorf wird von den Anwohnern grundsätzlich gut Akzeptiert. Zumal der Standort Dübendorf im Vergleich zu früher mit der Basis auf dem Dach des Kinderspitals weniger Leute betrifft. Bei durchschnittlich gegen 1000 Helikoptereinsätzen pro Jahr (2007: 934) ergibt dies lediglich zwei bis drei Heliflüge pro Tag. Speziell für diese Flachlandbasis ist allerdings die relativ hohe Anzahl von Nachteinsätzen. Im vergangenen Jahr waren es 311.

Die Luftwaffe könnte ihre Aktivitäten in Dübendorf mit der Stationierung der sechs PC-21 Trainingsflugzeuge wieder verstärken. Würde sich dies auf die Arbeit der Rega-Basis Dübendorf auswirken?
Nein, die Rega betreibt ihre Einsatzbasis in Dübendorf grundsätzlich autonom.

Würde die Arbeit der Rettungshelis durch den militärischen Flugbetrieb beeinträchtigt?
Im Luftverkehr geniesst die Rega Priorität – dies ist sicherlich auf viel Goodwill der Flugsicherung zurückzuführen. Dieser «Vortritt» ist namentlich im Gebiet des Flughafens Zürich-Kloten relevant, wo trotz dichtem Flugverkehr sehr oft ein direktes Überqueren des Flughafens erlaubt wird – und auch unsere drei Ambulanzjets im Gegensatz zur Privatfliegerei ohne Slots wegkommen.

Die noch gültige Planung der Armee sieht vor, mittelfristig den Standort Dübendorf aufzugeben. Hätte eine allfällige Umnutzung Konsequenzen für die Rega?
Die weitere Entwicklung des Flughafens Dübendorf tangiert die Rega nicht. Die Helibasis ist gesichert, nicht zuletzt weil sie keine grosse Infrastruktur wie beispielsweise Rollfelder benötigt. Es bestehen auch keine Verbindungen zu Einrichtungen der Luftwaffe. Deshalb ist es für den Betrieb der Rega-Basis nicht relevant, was in Zukunft auf dem Gelände des Militärflugplatzes Dübendorf geschieht. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 03.10.2008, 13:07 Uhr

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