Auf dem Highway to Hell ins Unwetter

Zunächst blitzte es nur auf der Leinwand, dann am Himmel. Doch vor allem das Ende des AC/DC-Konzerts vom Sonntagabend hatte es in sich.

«Rock or Bust» heisst die Tour der australischen Altrocker AC/DC: Aufnahme vom ersten Zürcher Konzert am 5. Juni.

«Rock or Bust» heisst die Tour der australischen Altrocker AC/DC: Aufnahme vom ersten Zürcher Konzert am 5. Juni. Bild: Ennio Leanza/Keystone

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

AC/DC sind nicht dafür bekannt, mit Knalleffekten zu sparen. Die australischen Rocker donnerten am gestrigen zweiten Zürcher Konzert los wie immer. Beim siebten Stück, noch in der ersten Konzerthälfte, blitzte es auch schon – auf der Leinwand während «Thunderstruck» (Donnerschlag).

(Video: Twitter)

Dann aber legte das Wetter los. Just die Feuereinlage während der Zugabe «Highway to Hell» wurde von einer gigantischen Lichtshow am Himmel (oder sollte man sagen: aus der Hölle?) begleitet. Es blitzte in immer kürzeren Abständen.

Da fing es auch schon an zu regnen. Als weinte Petrus über das Konzertende der Kultrocker, öffneten sich die Schleusen nach dem letzten Stück «For Those About to Rock». «Es war ein irrer Kontrast zur Feuershow von AC/DC», sagt ein Konzertbesucher. «Chaos pur» sei ausgebrochen. 50'000 Rockfans wollten gleichzeitig aufs Tram. «Man hat kaum 10 Meter weit gesehen», berichtet der AC/DC-Fan. «Es hat geschüttet wie in den Tropen», sagt ein Philippinen-erprobter anderer Besucher.

Warten in der Sintflut

Leid taten den Besuchern die Leute an den Take-away-Ständen vor dem Letzigrund. Denn Lust auf einen Absacker oder eine Bratwurst hatte niemand mehr. Die Personenflut hatten vielmehr die VBZ aufzunehmen. Gemäss Auskunft von Sprecherin Daniela Tobler sind nach Konzertschluss zwölf Zusatztrams und acht Zusatzgelenkbusse eingesetzt worden. Da mehr Passagiere als üblich auf einmal zu den VBZ-Gefährten strömten, habe es Wartezeiten gegeben. Doch die Konzertbesucher seien tolerant gewesen und hätten das Nass als willkommene Abwechslung zu den heissen Tagen genommen, berichtet Tobler.

Dass das Konzert zuvor einigermassen trocken über die Bühne gegangen war, hatte auch mit einer Vorahnung zu tun: So legten Angus Young und Komparsen nicht Rock'n'Roll-mässig verspätet los, sondern gar zehn Minuten früher als angekündigt.

(Bild: Twitter, Aufnahme vom ersten Zürcher Konzert am Freitag, 5. Juni)

Erstellt: 08.06.2015, 13:17 Uhr

Regenszene beim Letzipark gestern Sonntagabend. (Bild: Sturmarchiv/Twitter)

Autos als halbe Boote. (Bild: Sturmarchiv/Twitter)

Artikel zum Thema

Zürich geflasht: 4634 Blitze in 30 Minuten

Die Agglomeration Zürich war gestern Abend zwischen 22 und 23.30 Uhr fast pausenlos hell erleuchtet. Aber nicht nur am Himmel tat sich Aussergewöhnliches. Mehr...

AC/DC oder das Prinzip von Schnitzel und Pommes frites

Kritik Die Australier tun, was sie am besten können. Und die Menge im Letzigrund tut, was sie nicht anders kann: Sie feiert. Mehr...

168 Franken fürs Letzigrund-Ticket, Millionen für die Band

93'000 AC/DC-Fans erwartet Zürich dieses Wochenende: Die Zahlen zum Mega-Event. Mehr...

Das Ressort Zürich auf Twitter

Das Zürich-Team der Redaktion versorgt Sie hier mit Nachrichten aus Stadt und Kanton.

Paid Post

Erneuerbar heizen für eine gesunde Umwelt

Alle erneuerbaren Heizsysteme haben gemeinsam, dass sie die CO2-Emissionen reduzieren, den Wiederverkaufswert Ihrer Liegenschaft erhöhen und langfristig die Heizkosten senken.

Kommentare