Aus einem 5-Millionen-Verlust wird ein Gewinn von 7,3 Millionen Franken

Die steuergünstigste Gemeinde des Zürcher Oberlands überrascht mit einer positiven Rechnung 2013.

Idyllisch gelegen mit tiefen Steuern: Die Gemeinde Maur schliesst ihre Rechnung 2014 massiv besser als vorgesehen ab.

Idyllisch gelegen mit tiefen Steuern: Die Gemeinde Maur schliesst ihre Rechnung 2014 massiv besser als vorgesehen ab. Bild: Wikimedia/Roland zh

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Die Verantwortlichen der Gemeinde Maur sprechen selbst von einem «überraschend guten» Rechnungsabschluss 2013: Statt eines Verlusts von 5 Millionen Franken resultiert ein Gewinn von 7,3 Millionen Franken. Das ist um 12,3 Millionen Franken besser als budgetiert. Und das bei Ausgaben von 61,7 Millionen Franken.

Drei Faktoren hätten Maur zu diesem Abschluss verholfen, sagt Gemeindepräsident und Finanzvorstand Bruno Sauter (FDP): unerwartet hohe Erträge aus den ordentlichen Steuern sowie den Grundstückgewinnsteuern und tiefere Abschreibungen auf den Investitionen.

Steuern kürzlich erhöht

Ob der Geldsegen bei den ordentlichen Steuern mit dem Zuzug eines oder mehrerer Topverdiener zusammenhängt, kann Sauter nicht sagen. «Ich halte mich strikt ans Steuergeheimnis und habe keine Einsicht in diese Unterlagen», sagt er. Offen ist für Sauter auch, ob die hohen Steuererträge des vergangenen Jahres nachhaltig sind. Maur habe aber generell eine ordentliche Spitze von guten Lohnempfängern.

Obwohl die Gemeinde Ende letzten Jahres die Steuern um 5 Prozentpunkte auf 87 Punkte erhöht hat, ist sie weiterhin deutlich die steuergünstigste im Zürcher Oberland. «Wir haben die Steuern in voraussehender Weise erhöht», sagt Sauter, der hauptberuflich Chef des Amts für Wirtschaft und Arbeit im Kanton Zürich ist und am übernächsten Wochenende nicht mehr zu den Wahlen auf Gemeindeebene antritt.

«Vorsichtig pessimistisch»

Ob die Gemeindeversammlung mit dem Wissen der massiv besseren Rechnung bewilligt worden wäre, ist offen. Doch zum Zeitpunkt der Abstimmung war die positive Entwicklung offenbar noch nicht absehbar. Die überraschenden Zahlen seien erst in den letzten drei Monaten bekannt geworden, sagt Sauter.

Rechnungsabschlüsse, die um Millionen besser sind, haben in Maur Tradition. Die Rechnung 2010 schloss um 2,7 Millionen Franken besser ab, die Rechnung 2011 um 5,8 Millionen, die Rechnung 2012 um 3,4 Millionen. Der Voranschlag des laufenden Jahres sieht wiederum ein Defizit von 2,3 Millionen Franken. Maur budgetiere vorsichtig pessimistisch, sagt der scheidende Gemeindepräsident Sauter.

Erstellt: 21.03.2014, 14:59 Uhr

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