BMW-Lenker fährt in Winterthur Polizistin an und verletzt sie schwer

Der 20-Jährige wollte mit dem gestohlenen Auto eine Strassensperre durchbrechen. Eine Kollegin der verletzten Polizistin feuerte daraufhin einen Schuss ab.

Am Montagnachmittag war in Winterthur ein grösserer Polizeieinsatz im Gange. Video: Leser-Reporter

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Im Winterthurer Stadtkreis Seen hat ein 20-jähriger BMW-Fahrer eine 39-jährige Polizistin angefahren und schwer verletzt. Das berichtet die Kantonspolizei Zürich. Zuvor hatte die Polizei nach dem Mann gefahndet, weil er am frühen Morgen einen «schwarzen BMW der Luxusklasse» aus einer Autogarage in Neftenbach gestohlen haben soll.

In Winterthur sichtete die Polizei das Fluchtfahrzeug und verfolgte es verdeckt. Auf der Tösstalstrasse richtete die Polizei eine Strassenkontrolle ein, um ihn aufzuhalten. Weil der BMW-Fahrer dies bemerkte, hat er zuerst angehalten und dann Gas gegeben, um die Sperre links zu durchbrechen. Dabei hat er die Polizistin angefahren.

Eine weitere Polizistin konnte sich durch einen Sprung in Sicherheit bringen und gab anschliessend einen Schuss auf das Fluchtfahrzeug ab. Der Fliehende liess sich davon nicht beirren und fuhr weiter. Mehrere Polizeipatrouillen nahmen daraufhin die Verfolgung auf. In Hofstetten konnten sie das Fluchtfahrzeug schliesslich von der Strasse drängen und anhalten. Dabei wurden mehrere Polizeifahrzeuge beschädigt. Der 20-jährige Schweizer wurde verhaftet.

«Brutal und verwerflich»

Ralph Hirt, Mediensprecher der Kantonspolizei, sprach vor Ort von einer «besonders brutalen und verwerflichen Tat». Die schwer verletzte Polizistin sei mittlerweile im Spital. Zu ihrem aktuellen Gesundheitszustand könne er aktuell nichts sagen. Die Polizei sucht Zeugen des Vorfalls.

Zur Tat äusserte sich am Abend auch der Verband Schweizerischer Polizei-Beamter (VSPB). Es sei «völlig inakzeptabel», dass die Politik den Mut nicht aufbringe, das Strafmass bei Gewalt gegenüber Behörden und Beamten zu verschärfen, schrieb er und verwies auf zwei parlamentarische Initiativen von 2016, die noch unbehandelt seien.

Den Schuss hatten zuvor laut Berichten von 20min.ch und Blick.ch auch Anwohner gehört. Diese berichteten ausserdem von einer verletzten Person mitten auf der Strasse. (dsa/hwe/sda)

Erstellt: 14.10.2019, 19:36 Uhr

Das Ressort Zürich auf Twitter

Das Zürich-Team der Redaktion versorgt Sie hier mit Nachrichten aus Stadt und Kanton.

Paid Post

Genuss und Freude schenken

Schenken Sie Ihren Freunden Hochgenuss in Form eines FINE TO DINE Gutscheins für über 130 Schweizer Restaurants.

Blogs

Sweet Home Gemeinsam leben an zwei Orten

Geldblog Reisedetailhändler Dufry wächst wieder richtig

Abo

Abo Digital - 26 CHF im Monat

Den Tages-Anzeiger unbeschränkt digital lesen, inkl. ePaper. Flexibel und jederzeit kündbar.
Jetzt abonnieren!

Die Welt in Bildern

Blumen-Idylle: In Kathmandu, Nepal, fliegt ein Sommervogel von Blüte zu Blüte. (8. November 2019)
(Bild: Navesh Chitrakar) Mehr...