BVK-Chef verdient bald mehr als Regierungsratspräsident

Thomas Schönbächler bekommt ab 2014 beinahe 50 Prozent mehr Lohn. Der Stiftungsrat hat ihm einen Jahresverdienst von 380'000 Franken zugesprochen.

Im neuen Jahr ein markant höheres Gehalt: BVK-Chef Thomas Schönbächler.

Im neuen Jahr ein markant höheres Gehalt: BVK-Chef Thomas Schönbächler. Bild: Keystone

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Ab dem kommenden Jahr ist die Beamtenversicherungskasse (BVK) kein klassischer Staatsbetrieb mehr, sondern eine privatrechtliche Stiftung. Ab dem 1. Januar 2014 ist ihr Chef Thomas Schönbächler nicht länger Staatsangestellter, sondern einem Stiftungsrat unterstellt. Dieser hat laut dem «Landboten» erste Entscheide gefällt. Dazu gehört auch der Lohn von Schönbächler. Dieser verdiente als Angestellter der Finanzdirektion von Ursula Gut (FDP) rund 260'000 Franken. Nun hat der Stiftungsrat entschieden, dass Schönbächlers Lohn massiv ansteigt. Im kommenden Jahr verdient der 49-Jährige rund 380'000 Franken. Damit ist sein Jahreslohn nicht nur höher als derjenige eines Regierungsrats (330'000 Franken), sondern liegt auch über dem Gehalt des Regierungsratspräsidenten, der 350'000 Franken erhält.

Der Entscheid für den Lohnsprung von beinahe 50 Prozent fiel laut dem «Landboten» äusserst knapp aus. Das Gremium besteht aus je neun Arbeitnehmer- und Arbeitgebervertretern. Die Arbeitnehmer stimmten geschlossen gegen die Erhöhung, die Arbeitgeber allesamt dafür. Den Stichentscheid fällte Präsident und Arbeitgebervertreter Bruno Zanella. Hauptberuflich ist er Personalchef der Flughafen Zürich AG. Die Befürworter argumentierten, dass grosse private Pensionskassen Löhne zwischen 350'000 und 450'000 Franken zahlen würden. Die BVK ist mit einem verwalteten Vermögen von 25 Milliarden Franken die zweitgrösste Pensionskasse der Schweiz. Sie musste mit einer staatlichen Zulage von zwei Milliarden Franken saniert werden. Zuvor hatte die BVK Schlagzeilen gemacht, weil ihr Ex-Anlagechef Daniel Gloor Ende November 2012 wegen mehrfachen Bestechenlassens, ungetreuer Amtsführung, Geldwäscherei und Verletzung des Amtsgeheimnisses schuldig gesprochen worden war. (ep)

Erstellt: 10.12.2013, 11:37 Uhr

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