Bastien Girod will in den Ständerat

Die Grünen wollen einen Zürcher Vertreter in der kleinen Kammer. Noch unklar ist, ob Nationalrat Bastien Girod oder Gemeinderat Balthasar Glättli gegen Christoph Blocher (SVP) ins Rennen geschickt werden.

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«Wir wollen im Ständerats-Wahlkampf aktiv dabei sein», sagte Philipp Maurer, Co-Präsident der Grünen, vor den Medien in Zürich. Eine Veränderung könne der kleinen Kammer nur guttun. Vor allem sollen in Sachen Atomausstieg nun «konkrete Nägel eingeschlagen werden.»

Die Delegierten hätten die Wahl zwischen dem national bekannten Bastien Girod oder dem im Kanton Zürich gut verankerten Balthasar Glättli, sagte Maurer weiter. Unabhängig davon werden beide für den Nationalrat kandidieren.

Girod wieder in der Schweiz

Den Entscheid für eine Ständerats-Kandidatur habe er in den vergangenen Wochen gefällt, sagte Girod. Ausschlaggebend sei für ihn gewesen, dass er, der derzeit im holländischen Utrecht lebt, Anfang August eine Stelle an der ETH Zürich antritt. Damit verschiebe sich sein Lebensmittelpunkt wieder in die Schweiz.

«Meine Wahl wäre natürlich eine absolute Sensation», gestand Girod unumwunden ein. Zugleich gab er sich überzeugt, dass er mit seinen Forderungen in Bezug auf einen Atomausstieg eine Mehrheit der Bevölkerung im Kanton Zürich repräsentiere. Dass er mit einer Kandidatur für die kleine Kammer allenfalls seinen Nationalratssitz gefährden könnte, glaubt er hingegen nicht.

Balthasar Glättli sagte, die Chancen einer grünen Ständerats- Kandidatur würden sich erst im Wahlkampf zeigen. Eines stehe jedenfalls fest: Die Frage nach einem Atomausstieg und einer Energiewende werde auch in den kommenden Monaten aktuell bleiben. Der Wahlkampf sei deshalb auch wichtig, um die grünen Positionen in die Öffentlichkeit zu tagen.

«Geschlechtspezifisch ausgewogen»

Nebem dem Entscheid über die Ständeratskandidatur wird die Mitgliederversammlung am 19. April auch die Zusammensetzung der Nationalratsliste beschliessen. Diese soll laut Maurer - anders als die Ständeratskandidatur - «geschlechtsspezifisch ausgewogen» sein.

Vier Bisherige seien bereits gesetzt, sagte Maurer. Wer ins Ständerats-Rennen geschickt wird, soll gemäss Vorschlag des Parteivorstands auf den sechsten, der «unterlegene» Mitbewerber dagegen auf den vierten Listenplatz gesetzt werden.

Fest stehen bisher die Kandidaturen von GLP, FDP und SVP: Für die Grünliberalen tritt die Bisherige Verena Diener zur Bestätigungswahl an, für die FDP will es Felix Gutzwiller nochmals wissen. Neu ins Rennen steigt für die SVP Alt-Bundesrat Christoph Blocher.

(fsc/sda)

Erstellt: 11.04.2011, 10:53 Uhr

Will in die kleine Kammer: Der Grüne Bastien Girod.

Auch er steht in den Startlöchern: Balthasar Glättli.

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